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Dienstag, 10. April 2018

Serien-Tipp: "The Terror"

Singen: "Der Montag im Bett war gemütlich und nett …". Viel Schlaf, jaja, das schon, aber auch die ersten fünf Folgen von "The Terror", einer fantasievollen Serie, die herrlich an die vielen Schauergeschichten vergangener Zeiten erinnert, indem sie die unbekannten Geschehnisse auf der "Franklin Expedition" schauderhaft ausschmückt. Warum auch nicht? So haben sich früher (vor dem Internet) die Menschen halt immerzu gerne Geschichten erzählt, nämlich mit Gänsehaut erzeugendem Spuk und Horror.

Es handelt sich bei der Serie um eine Romanverfilmung Dan Simmons, dessen Buch ich gottlob nicht gelesen habe und daher auch nicht der ewigen meist negativen Beurteilung eines "wird dem Roman nicht gerecht" unterliege. Denn die Serie ist schon etwas Besonderes, man fühlt sich 150 Jahre zurückversetzt und glaubt, einer Novelle Edgar Allan Poes oder Jules Vernes zu lauschen: eine gruselige Abenteuergeschichte der Extraklasse - nur für Erwachsene.

Nun, das Ende ist von Beginn an klar, kein Expeditionsteilnehmer überlebte seinerzeit. Man sollte meinen, dies mache die Geschichte für eine TV-Serie weniger interessant, doch weit gefehlt, denn in Zeiten billigster Fake-News wirken gut gemachte Fantasien wie echte alternative Fakten. Und im Grunde bewahrheitet die Serie das Wesen unserer spirituellen Existenz, sitzen wir doch heute noch liebend gerne in dunklen Nächten um die Lagerfeuer und lauschen gebannt und ängstlich zugleich schaurig-schönen Schilderungen.

Gerade werden die zweiten fünf Folgen der Serie ausgestrahlt und sind somit ab morgen für mich verfügbar, da freue ich mich jetzt bereits auf das nächtliche Full-HD-Feuer und weiß, dass ich mich danach in wenigen Tagen während des einsamen Nachtdienstes im Gelände mit Gänsehaut bei jedem Geräusch erschrecken werde. Schöner Schreck, denn Gruseln macht Spaß.

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