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Dienstag, 6. Februar 2018

Ein neuer 3-Punke-Dienstag :-)

1. Versuche mal bei diesen frostigen Temperaturen während einiger Stunden Aufenthalt im Freien die in der Satteltasche des Fahrrads aufbewahrte Schokolade zum Nachtisch des Mittagessens gegen 1 Uhr nachts in kleine Stücke zu brechen: hart wie Beton, sage ich dir. Ich musste einen Riegel schräg kantig stellen und mit der Faust als Hammerersatz draufhauen, da die feinmechanische Zange, meine Finger, keine ausreichende Kraft dazu aufbrachte und schmerzlich versagt hatte. Mein lieber Herr Gesangsverein, wir haben tatsächlich Winter.

2. Oliver Welke, der Regierungs-Clown, kriegt jetzt endlich mal von großen Teilen der Bevölkerung kräftig eins auf den Sack. Gut so. Schlimm finde ich, neben dem Auslachen von Behinderungen, die Unfähigkeit, sich dafür hinterher zu entschuldigen (dass man sich übers Stottern anderer nicht lustig macht, lernten wir als Kinder bereits in den 1960er Jahren, wahrscheinlich lernen es die Kinder sogar immer und überall, seit es Zivilisationen gibt). Noch schlimmer ist aber die dumme Arroganz, so zu tun, als habe man von der Sprachbehinderung nichts gewusst. Erstens hatte Dieter Amann das Stottern explizit vor seinem Redebeitrag angemerkt und zweitens erkennt dies auch jeder Mensch, selbst ohne darüber vorher in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Es sei denn, man ist moralisch schon derart verkommen, dass man sich absichtlich über kulturelle Mindeststandards hinwegsetzt. Oliver Welke kommt statt als Satiriker vielmehr als ein unterbelichteter Schuljunge daher, der sich sabbernd und geifernd über das Handicap eines Mitschülers den Bauch vor Lachen hält. Wie ekelhaft ist doch dieser Mann und wie verroht die verantwortliche ZDF-Redaktion. Es ist mittlerweile dasselbe niedrige Niveau wie Goebbels seinerzeit bei seiner Hetze gegen Andersdenkende.

3. Wunderbar! Ein schon etwas älterer Ohrwurm hat sich dieser Tage in meine Gehörwindungen geschlichen, den ich auf Teufel komm raus nicht mehr loswerde und den ich jetzt an dich weitergebe. Mit dem Sound der 90er wirst du somit in den Dienstag "entlassen"; hör mal:


Und wenn wir schon mal dabei sind, Dienstag zum akustischen Tag der 90er zu machen, hier noch einer der herrlich lustigen Ohrwürmer aus diesem tollen Jahrzehnt:


Ach ja, heute ist ein "3-Punkte-Tag", dann gehört das natürlich auch noch unbedingt beim Thema "Ohrwurm aus den 90ern" hinzu:


Kommentare:

  1. "eins auf den Sack", ts ts ts;-)

    Alle drei Songs sind Ohrwürmer, aber Gänsehaut bekomme ich noch immer bei Sinéad O'Conners Version des Prince Songs. Einfach großartig und dann dieses engelsgleiche Gesicht dazu!

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    1. Wobei das genauso zum Ende der 80er Jahre passen würde, finde ich. 1990 wurde die Single meines Wissens veröffentlicht. Es ist quasi der Break zu einer neuen Musik. Ich meine, Grunge wurde so ziemlich zeitgleich populär ("Nirwana" und so weiter). Zumindest für mich fand mit Sinead O'Conner dieser Wechsel statt. Aber es gibt natürlich auch etliche andere. Ich weiß gar nicht, wie und woran man solch einen musikalischen Generationswechsel genau festmachen könnte; irgendwann ist er einfach da. Die Songs gab es mitunter sogar schon länger, das Neue ist die Art und Weise ihrer Präsentation. Oder wie oder was auch immer, ich bin ganz und gar kein Musik-Experte, ich höre sie nur :-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.