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Dienstag, 2. Januar 2018

Gleichschaltung

Mit einem Tag Verspätung wünsche ich dir heute ein frohes und gesundes Jahr 2018.

Was gibt’s Neues, das es vorgestern noch nicht gegeben hätte? Nüschts. Nachts auf Arbeit hatte ich gestern als einziges für mich verfügbares Medium das Radio beinahe ausgeschaltet, denn sogar die Musik spielte rhythmisch und melodisch im Gleichklang. Die stündlichen News sowieso. Hast du gewusst, dass auf UKW die angeblich riesige Auswahl der Radiosender doch nur von zwei bis drei Betreibern bedient wird? Das bemerkt man an den Nachrichten, die quasi aus drei Zentralen "für alle angeschlossenen Funkhäuser" gesendet werden. Öffentlich-rechtlich und ein Privatsender, der ebenfalls aufgesplittet das Vorhandensein etlicher Lokalsender vorgaukelt. That's it. Propagandaminister Goebbels hätte angesichts dieser Medienkonzentration unseres empfangbaren UKW-Radios seine wahre Freude. Kurz vor dem Abschalten hörte ich aber gottlob mitten in der Nacht eine tolle Konserve mit Christine Westermann, in der sie neue Bücher vorgestellt hatte, was zu einer interessanten und ausgesprochen kurzweiligen Stunde führte (dass sie zum Abschluss in der Neujahrsnacht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in den Äther schickte, war natürlich der Aufzeichnung geschuldet und absolut verzeihlich). Bis auf solche vereinzelten Perlen, die man Rosinen gleich aus dem Brot picken kann, ist das Radio ein exaktes Spiegelbild des Einheits-TVs geworden. Unterhaltung = nicht vorhanden; Musik = einfallslos und monoton; News und Infos = gleichgeschaltet.

Das Internet-Radio ist dagegen fantastisch und vielfältig, nur darauf habe ich in meinen langen Dienstnächten leider keinen Zugriff.

So, wie du siehst, der olle Georg fängt das neue Jahr gleich schon mit Meckerei an. Mann, man, menno, was steht der "Kraftvergeudung" da wohl noch dieses Jahr bevor? Naja, ich bemühe mich (in künftigen Radio-Nächten auch Helene Fischer zu mögen).

Das war's für heute, der Alltag 2018 beginnt, mach's Beste draus.

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