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Donnerstag, 7. September 2017

Du oller Kommunist! Was? Selber Nazi!

Herrje, unmittelbar vor einer großen Wahl über Politik zu schreiben, ist sinnlos und uninteressant. Mach ich auch nicht, keine Sorge, zumindest nicht ausführlich. Mir fällt halt nur auf als jemand, der die 1980er Jahre in West-Deutschland bewusst miterlebt hat, wie sich doch alles wiederholt: damals waren es die Grünen, die vom "Mainstream" der journalistischen Tätigkeiten in derselben Weise diffamiert worden waren, wie es heute mit der "AfD" geschieht. Zu Beginn der 80er Jahre lebte man noch in der Zeit des Kalten Krieges und der Begriff "Kommunist" war ein Schimpfwort in etwa so wie heute der des "Nazis". "Du Nazi" ist das Pendant zum damaligen "du Kommunist". Es geht hierbei nicht um den Begriffsinhalt, es geht einzig und allein darum, den politischen Gegner zu diffamieren. Man könnte auch sagen "du Teufel", darüber würden aber alle nur lachen, also benutzt man stattdessen so richtig beleidigende Begriffe wie "du Rassist" und dergleichen.

Natürlich ist die "AfD" keine Nazipartei, so wie die Partei "Die Grünen" keine 5. Kolonne Russlands war. Es finden sich heute sogar mehr Antisemiten in den linken Parteien als in den konservativen. Das ist aber alles egal, denn bei politischen Auseinandersetzungen geht es, wie gesagt, nicht um Inhalte, sondern ums Bashing - je erfolgreicher (und daher für einen selber gefährlicher) ein echter Gegner heranwächst, desto heftiger wird gebasht. Dass nun ausgerechnet die Grünen mit der "AfD", ihrem Mitbewerber für den Bundestag, genauso umgehen wie damals mit ihnen verfahren worden war, ist bekanntlich als Paradoxon psychologisch erklärbar: das von den Erwachsenen geschlagene Kind schlägt als Erwachsener das Kind. So trifft hier diese Analogie sehr zielgenau ins Schwarze: die Grünen haben während ihrer Pubertät nichts gelernt, die Politik als Erwachsene nicht verändert und daher gehören sie rechtzeitig auf den Müll der Geschichte entsorgt, bevor wir alle unter ihnen zu leiden haben.

Jetzt gab's doch ein bisschen Politik, nicht wahr. "Ein bisschen?" Naja ...

Kommentare:

  1. Die Beschimpfung als "Nazi" wird inzwischen inflationär benutzt, da ist man ganz schnell einer. Wer auch nur das mindeste über das Dritte Reich weiß, kann nicht allen Ernstes AfD Mitglieder oder Menschen die eine andere als die Mainstream Meinung haben, als solche bezeichnen.
    Die Grünen haben sich erledigt, keiner braucht sie mehr.

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    1. Zumal deren Hauptthemen von der Merkelschen abgehakt wurden: Atomausstieg schneller, als es die Grünen forderten, Öko-CDU, sogar den Mindestlohn (obwohl eher Thema der Linken) haben wir der CDU zu verdanken. SPD und Grüne regierten 7 Jahre lang und hatten das nicht mal geschafft, im Gegenteil, die Grünen mitbeauftragten den mittlerweile vorbestraften Peter Hartz für den Sozialabbau. Man kann es wirklich drehen und wenden wie man will, Entschuldigungen erfinden oder Ausreden: Fakt ist, die CDU hat das umgesetzt, was die linken Parteien und die Öko-Partei gefordert hatten. Wozu dann weiterhin noch die Grünen? Als Oberlehrerinnen und Oberlehrer, die uns Bürgerkinder vorschreiben, wer was und wie zu sagen hat und was man alles nicht mehr darf?

      Die SPD ist eine Untersektion von Ver.di, demonstrieren für den Erhalt des fetten Status der Angestellten, draußen mit Trillerpfeifen in ihren roten Müllsäcken, während die privaten Müllentsorger deren Demo-Müll (Pappschälchen und Teller der Bratwürste und des Kartoffelsalats) im Hintergrund wegkarren müssen (so selber gesehen). Pfui Teufel, SPD! Von Schulz und Gabriel ganz zu schweigen, die reinsten Karikaturen. Und Schwesig dieser Tage mit der Privatschule für ihren Sohn: Wasser predigen aber Wein saufen. Schumacher, Wehner, Brandt und Schmidt rotieren in ihren Gräbern.

      Grünen-Fischer gab neulich ein Interview - man, der sieht aus wie eine Schnapsdrossel, voll und ganz ein grinsender Sprit-Kopp. SPD und Grüne, beide müssen weg. Linke, AfD, FDP und CDU, wenn sie miteinander ringen, haben wir, glaube ich, alle was davon.

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