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Samstag, 17. Juni 2017

300

Von zehntausend muslimischen Demonstranten schrieben die Medien im Vorfeld. Teilweise wurde in einer Art und Weise berichtet (mit sogenannten "Symbolbildern" und geschrieben im Präsens), dass leicht eine Verwechslung mit einer bereits stattgefundenen Demo geschehen konnte (hier mal ein Beispiel).

Wie viele Demonstranten sind dem deutschlandweiten Aufruf denn gefolgt und tatsächlich in Köln zusammengekommen? Also inklusive der Nicht-Muslime schätzt die Polizei laut "Express" (scroll nach 13:45 Uhr) die Gesamtzahl aller Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf:

300

Erste Bilder gibt es zum Beispiel im Newsblog des "Kölner Stadt Anzeigers". Mit bei den 300 TeilnehmerInnen sind rund 40 Organisationen und Verbände sowie 260 Einzelpersonen, die, so sie denn erschienen sind, zur Demo schriftlich aufgerufen hatten.

Aus dem Newsblog des "Kölner Stadt Anzeigers"

Herr Marek Lieberberg hat somit mit seiner Aussage recht, dass er bisher noch keine Muslime gesehen habe, "die zu Zehntausenden auf die Straße gegangen sind und gesagt haben, was macht ihr da eigentlich?"

Muslime demonstrieren nicht gegen Gewalt, sie beziehen so keine Position gegen Terror, der im Namen ihrer Religion verübt wird. Das tun sie einfach nicht. Und das ist jetzt zur Kenntnis genommen worden.

Unabhängig von diesem "Friedensmarsch" findet heute am frühen Abend eine weitere Demo in Köln statt unter dem Motto: "Das Problem heißt Verdrängung". Diese Demo linksextremer Zeitgenossinnen und -genossen hat mit der Demo der Muslime gegen den Terror nichts zu tun. Dort werden vom Veranstalter 500 Menschen erwartet. Schauen wir mal, ob und wie in den Medien Verwechslungen dieser beiden Demos stattfinden werden. Es ist jedenfalls ein medienmäßig spannend-lustiger Samstag während der Online-Livebeobachtung.

Kommentare:

  1. Das fügt sich allmählich zu einem Puzzle zusammen. Politisch bin ich ebenso unterwegs wie du, und wir nutzen Augen und die persönliche Festplatte für etwas mehr als das tägliche Einerlei.

    Wir leben in einem Viertel Münchens, welches sich rapide moslemisiert (und afrikanisiert). Riesige Wohnblöcke wurden in Windeseile hochgezogen in denen Migranten leben. Ich erlebe sie im Alltag, und von Integration, geschweige denn Assimilation kann überhaupt keine Rede sein.

    Ich könnte das alles ausführlich beschreiben, allein es unterscheidet sich nicht von Kommentaren die unter entsprechenden Artikeln so zu lesen sind.

    Moslemfreie Zonen sind übrigens Museen und Biergärten...

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    1. So ist es. Den Palmer buhen die Grünen auf ihren Parteitag aus und im Norden wird der AfD ein gefälschtes Fax geschickt, um der Partei diese Fälschung vorzuwerfen und sie damit zu diskreditieren. Was ist aus unserem Land geworden, dass alle Standards eines einigermaßen zivilisierten Umgangs verloren gehen und Mobbing sowie kriminelle Energie als probate Mittel zum eigenen Erfolg recht sind?

      Ich glaube übrigens nicht, dass die vielen Flüchtlinge die eigentliche Ursache dessen darstellen, sie sind der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, quasi der ausschlaggebende Punkt, der Moment, bei dem die Starre in eine Bewegung versetzt wird. Wohin diese Bewegung führen wird, weiß heute niemand - ich habe in meinem Leben allerdings gelernt: es kommt immer anders als man denkt.

      Vielleicht werden wir an die Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung einmal als ein goldenes Zeitalter zurückdenken und uns fragen, wie in Gottes Namen wir selber das nur kaputtgemacht haben.

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  2. Die Ungerechtigkeiten haben mit Hartz begonnen. Ob in Deutschland ein Fass überläuft? Glaube nicht.
    Es gibt ganz klar eine Bevorzugung von Flüchtlingen bei der Wohnungsvergabe. Zumindest ist das in München der Fall.
    Ein Beispiel. Seit Jahrzehnten prügeln sich zu Semesterbeginn die Studenten um die wenigen winzigen Wohnungen im Olympiadorf. Die große Masse muss schauen, dass sie ein Zimmer zur Untermiete findet. Diese kosten ab € 500,-- aufwärts.
    Die Stadt hat dachte überhaupt nicht daran, diesen Notstand zu beheben.
    Jetzt wurden in meiner Gegend innerhalb kürzester Zeit Wohnungen und eine Art schmale Reihenhäuschen gebaut, nur für "Flüchtlinge". Das Ganze in Bestlage und mit perfekter Anbindung an den MVV. Es wird weiter gebaut, aber nicht für Einheimische. Ein befreundetes Paar findet als Normalverdiener keine bezahlbare Wohnung, sie hausen auf 38 qm. Ein weiterer Normalverdiener mit Hund lebt seit Monaten in einem Wohnwagen auf dem Grundstück von Freunden (Zeitungsmeldung).
    Über die meist lebenslange Alimentierung und die Kosten für unser Gesundheitssystem fange ich erst gar nicht an.


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    1. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, ist eine von mir schlecht gewählte Metapher für den Moment, der Stillstand in Bewegung versetzt. Die Bewegung ist ja zuerst kaum spürbar, verselbstständigt sich dann aber und wird immer schneller, so dass am Ende kein Bremsen mehr möglich ist.

      Du beschreibst treffend den Augenblick, den Zustand, an dem immer mehr Menschen erkennen, "so geht es nicht weiter". Ein Mal Merkel noch, da stimme ich dir zu, aber danach oder sogar schon währenddessen könnt's haarig werden. Ach, ein Königreich für einen Blick in die Glaskugel, was :-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.