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Montag, 10. April 2017

Bastelstunde, Fortsetzung

Noch'n Nachtrag zum filzigen Basteleintrag. Also der Filz hat sich als ungeeignet herausgestellt, er nimmt Feuchtigkeit auf und wirkt dann in den Händen sehr unangenehm schmierig. Aber! Das brachte mich auf die Idee, statt wie ganz zu Beginn mit den Klettpunkten, es doch einmal mit einem passenden Klettstreifen zu probieren. Zwar lässt sich Klettstoff sehr schlecht gerade schneiden, doch ihn gibt es in allen gewünschten Breiten, hier nun also in 4 Zentimeter. Somit existieren quasi werksseitig bereits die beiden längeren Geraden mit einem exakten Rand. Ich brauchte nur zwei gerade kurze Schnitte zu machen, schon war der perfekte Mantel fertig. Auf die glatten Plates des iSticks kleben sie bombenfest. Diese Eigenschaft kannte ich ja längst von den haltbaren Punkten.

Die weiche Seite des Klettbandes fühlt sich sogar um einiges besser an als der Filz. Da es sich um einen synthetischen Stoff handelt, saugt er sich nicht voller Liquid oder Fett. Alles ist überdies abwaschbar. Man glaubt es kaum, wie wunderbar angenehm sich die E-Dampfe jetzt anfühlt. Geschmeidig. Eigentlich hätte ich auf diese Idee ohne den Umweg über den Filz kommen können. Klick auf diese paar Amateurfotos, dann werden sie um einiges größer.

So, dann wünsche ich dir heute mal einen genauso unglitschigen, fettarmen aber wohlfühlenden und schmeichelhaften Start in die neue Woche.



Abschließend noch ein großes Bild. Du siehst eine ziemlich alte E-Dampfe im neuen Gewand. Aus alt mach neu, eine Verjüngungskur sozusagen. Und wie beim Filz gilt hier ebenfalls: die Beleuchtung lässt das Mäntelchen anthrazitfarben erscheinen, in Wahrheit sieht es pechschwarz aus. Aber das hatten wir ja schon ...


NACHTRAG: Neben wechselnden anderen Geräten wird dieser "iStick 60" seit 2015 daheim und unterwegs täglich von mir genutzt. Das sei mal zur technischen Qualität angemerkt. Er ist zwar keine Designschönheit, so doch ein schönes und robustes Arbeitstier, unglaublich leicht (in etwa wie die/der "Pico") und durch seine Mischform aus Tube und Box ideal für die kleine und mittelgroße Hand. Auch perfekt geeignet für 25-Millimeter-Verdampfer, bei denen sogar noch ein optisch gelungener Übergang zur Breite des Akkuträgers bestehen bleibt.

Wir alle sind Menschen und "Gewohnheitstiere", die dazu neigen, seelenlose technische Geräte als Freunde zu betrachten, erst recht, je länger wir sie bei uns führen und je mehr wir sie mit den Sinnen erfassen und erleben. Deshalb oute ich meine vielleicht an Kitsch grenzende Naivität, wenn ich sage, dass der "iStick 60" mir regelrecht ans Herz gewachsen ist. Der Stoffmantel auf den Plates wertet diese E-Dampfe nun zur handlichsten, die ich je gehalten habe, auf. Selbst für die teuerste und modernste E-Dampfe würde ich diesen alten Freund niemals mehr hergeben.

Letzte Fortsetzung der Bastelstunde:  Auch eine der schmalen Seiten wird stofflich beklebt.

Kommentare:

  1. Schade, dass du nicht der Erfinder des Klettbands bist.
    Dann hättest du dir nicht selber die Arbeit machen müssen.

    Dir auch einen schönen Wochenbeginn aus dem föhnigen Bayernland.

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    1. Wat? Verstehe nicht, was du meinst, aber egal, bin heute eh begriffsstutzig. Auf der Wetterkarte sehe ich, dass es tatsächlich bei euch momentan knapp 10 Grad wärmer ist. Hey, Frühling :-)

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  2. Das Klettband hat seinen Erfinder hoffentlich wohlhabend gemacht.
    Nach Spaziergängen mit seinem Hund entfernte er die Klettenfrüchte aus dem Fell, betrachtete sie durch ein Mikroskop und entwickelte eben dieses hilfreiche Band.
    Habe mich wohl etwas kryptisch ausgedrückt.

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    1. Jaaa, das stimmt. Wie genial! Millionen Jahre gibt es Mensch, Tier und Klette aber gerade Gestern erst kam diesem Mann der geniale Funke seiner Idee. So etwas ist schon beeindruckend, nicht wahr, es liegt so lange quasi vor einem aber man erkannte die Möglichkeiten trotzdem einfach nicht. Wer weiß, was uns die Natur Morgen noch alles erkennen lässt?

      Wobei ich mir für mein Vorhaben natürlich weniger die Klett-Eigenschaft zu nutze gemacht habe als zwei andere Vorzüge:

      1. bestehen durch die geniale Klett-Idee unendliche Anwendungsmöglichkeiten, so dass die Hersteller des Klettbandes bereits alle möglichen Maße vorschneiden. Ich wählte 40 Millimeter Breite, damit an den Rändern noch ca. ein Millimeter Rand übrig bleibt. So sieht es beinahe aus, als sei der Stoff extra in die Plates (so heißen die beiden Seitenteile) eingelegt.

      2. Klettband wird ja oft vernäht aber eben auch sehr oft geklebt. Nun ist eine der Charakteristika die Festigkeit beider Verbindungen, die nur durch ein kräftiges Ziehen auseinander zu bekommen ist. Deshalb muss es ein Kleber sein, der das auch aushält. Gleichwohl lässt er sich mit ein wenig Geschick auch wieder als Ganzes lösen, ohne wie zum Beispiel beim verklebten Filz dann zu zerreißen. Das führt zu einer enormen Belastbarkeit - es löst sich also nichts von selber ab und sogar ein Abknibbeln ist nicht möglich. Sollte man den Klettstreifen dennoch entfernen wollen, zieht man ihn ab. Danach lässt er sich genau so stark wieder neu ankleben. Es ist schon ein toller robuster Stoff und ein sehr guter Kleber, der nicht aushärtet.

      Dabei fühlt sich die weiche Seite des Kletts tatsächlich wie geschmeidiger Stoff an, nimmt aber weder Flüssigkeit noch Fett auf - wie etwa echtes Leder, das man bei einer E-Dampfe immer noch nachbehandeln sollte, da es ansonsten im Laufe der Zeit schmierig wird. Die weichen Klettseite fühlt es sich durchgehend wie trockener Stoff oder trockener Filz an. Ideal. Und sollte wirklich mal viel Liquid dort drüberlaufen, dann lässt sich die Plate als Ganzes einfach abnehmen und man wäscht sie unter fließend Wasser und mit Seife einfach ab. Dabei gibt es keinerlei Beeinträchtigung der Klebeigenschaften. Mit dem Trockentuch abgetrocknet und alles ist wie neu.

      Ich habe das mal ein paar Menschen erzählt - niemand konnte sich das vorstellen, alle guckten skeptisch nach dem Motto, "das kann aber nicht gut aussehen" oder "es fühlt sich bestimmt synthetisch an", erst als sie die E-Dampfe dann in Händen hielten, wurden die Augen größer und ihre Köpfe begannen leicht zu nicken ;-)

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