Freitag, 10. März 2017

Weniger Dampf bei identischem Genuss

Durch meine Nachtarbeit und die Tatsache, dass ich sowieso meist nachtaktiv bin, halte ich mich trotz künstlichem Licht sehr oft im Halbdunkel und Dunkel auf. So hatte ich vor Jahren schon bemerkt, dass der sichtbare Dampf der E-Dampfe nichts mit dem Geschmack und dem Gefühl des Dampfes zu tun hat. "Gefühl" ist sowieso ein falscher Begriff, denn die Lunge fühlt bekanntlich nicht. Der Gaumen schmeckt und der Hals nimmt den "Flash" ("Throat Hit") wahr, die Lunge meldet sich in dieser Hinsicht nicht zu Wort. Wenn ich nun also im Dunkeln ohne Nikotin dampfte und nichts vom Dampf sah, wurde ich nicht selten unsicher, ob alles am Gerät richtig eingestellt war. Ich schaute also sehr oft unbewusst nach. Andererseits sehe ich im Licht prima den Dampf und weiß, alles ist in Ordnung. Es gibt also einen Zusammenhang der sinnlichen Wahrnehmung von Auge, Hals und Gaumen. Das führte im Laufe der Zeit dazu, dass ich tagsüber oder bei Beleuchtung die Nikotinstärke verringerte bis oft sogar auf null aber die Dampfmenge steigerte, da ihr Anblick ein liebgewonnener Teil des Dampfvergnügens ist. Im Dunklen sehe ich, wie gesagt, den Dampf und sein Volumen nicht und mein Dampfverhalten entwickelte sich derart, dass ich auf Arbeit oft eine höhere Nikotindosis im Liquid benutzte, die dann durch ihren verursachten "Flash" im Hals das fehlende Sehen des Dampfes ersetzte. Aber in dieser Art und Weise lässt sich nicht so häufig dampfen, da der Nikotingehalt bei der großen Menge des Dampfes schnell zu Kopfschmerzen führt.

Ist schwer zu erklären und wahrscheinlich unmöglich, zu verstehen. Ich würde wohl meine eigenen Worte hier nicht begreifen :-)

Durch das gegenwärtige Fehlen meiner Nachtarbeit bin ich hauptsächlich zu Hause. Da ist ausreichend Licht vorhanden, wir haben sogar elektrischen Strom auf dem Land. Nun ist es mir zuwider, in meinen heiligen Hallen die großen Dampfmengen zu blasen, du weißt, es verursacht diese klebrigen Rückstände und so weiter. Drinnen reichen gemäßigte Dampfwolken zum Genuss völlig aus, viel wichtiger in der Wohnung ist der Geschmack. Da ich direkt auf Lunge dampfe, komme ich um eine bestimmte Dampfmenge nicht herum, doch durch den neuen "OBS Engine Nano" eröffnen sich wieder längst vergessen geglaubte Wege, um zu den Zeiten des "Flash e Vapors" zurückzukehren. Allerdings heute mit einem ordentlichen Design des Geräts, mit einem leichten Verdampfer und mit einer wunderbar funktionierenden variablen Luftzuführung.

Nun habe ich eine sehr weit gezogene Wicklung ausprobiert, eine "Spaced-Coil" sozusagen, da der "OBS" so schön viel Platz dafür bereit hält. Nur 6 Windungen gestreckt von Schraube zu Schraube. Ungefähr 1,2 Ohm, wenig Watte und siehe da, bei 14 bis 18 Watt (4 bis 4,6 Volt) schmeckt die E-Dampfe so ausgezeichnet gut wie "damals" der Flashi. Das hatte ich mit dem "normalen" OBS und seinem Velocity-Deck nicht hinbekommen. Auch bei anderen Verdampfern funktioniert dieser Leistungsbereich meist nur zufriedenstellend als "Mouth-To-Lung-Dampfen", also mit wenig Luft. Anders beim "OBS-Nano", seine Dampfmenge fällt mit meiner neuen Wicklung natürlich deutlich geringer aus als beim "Doppeldecker" des normalen "OBS", das bekommen aber nur meine Augen zu sehen, geschmacklich ist es nun genauso, als ob ich mit 60 Watt beim Dampfen einer Lokomotive Konkurrenz machen würde. Ich schmecke in der Tat zwischen beiden Geräten keinen Unterschied. Durchs Sehen der kleineren Dampfwolke könnte ich mir eine geschmackliche Veränderung einbilden, doch im Blindtest im Dunkeln, den ich schon ein paar mal durchgeführt habe, ist kein Unterschied auszumachen.

Als ich dann mit der Nikotinstärke noch ein wenig spielte, sie leicht in dem Niedrig-Watt-OBS erhöhte, stellte ich fest, dass mir diese Konstellation heute sogar am besten gefällt. Ein paar Tage werde ich das alles noch etwas ausführlicher testen aber sollte es so bleiben, würde dies denselben Genuss bei locker der Hälfte des Liquidverbrauchs bedeuten. Und natürlich die Putzarbeit in der Wohnung halbieren.

Kommentare:

  1. Nicht nur weil ich die Entwicklung kritisch sehe, dass selbst Einsteiger mit über 100 Watt experimentieren:
    Das wäre beispielsweise ein Artikel, den ich auch auf vapers.guru sehr gerne veröffentlichen würde.

    Wenn Interesse besteht, würde ich mich über eine Mail freuen.

    Gruß

    Joey Hoffmann

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    1. Ach, Joey, nimm dir, was du brauchst :-) Zwar bin ich skeptisch, ob das überhaupt zu "Vapers.guru" passt, denn deine Leserinnen und Leser sind sicher alles andere als "20-Watt-Dampfer", aber du weißt es besser, du bist in dieser Hinsicht kompetenter als ich.

      Wie sagt man so schön: meinen Segen hast du ;-)

      Einen lieben Gruß ins kommende sonnige Wochenende

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