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Donnerstag, 30. März 2017

Nachbrutzeln der Wicklung

Gestern wurde ich zum wiederholten Mal nach einem Watteproblem gefragt und konnte es sogar vor Ort lösen.

Wenn bei einem Selbstwickler im moderaten Leistungsbereich (sagen wir mal bis ca. 40 Watt) mit Beendigung des Feuerns ein deutliches Nachbrutzeln zu hören ist, so liegt dessen Ursache meist an geringfügig zu wenig Watte innerhalb der Wicklung. So etwas geschieht leicht bei einem ungerade geschnittenen Wattestreifen. Ziehe einfach einen minimal dickeren aber vor allen Dingen gleichmäßig geschnittenen Streifen durch die Wicklung und alles funktioniert prima.

Da ich des klareren Geschmacks wegen seit jeher sehr gerne möglichst wenig Watte verwende, kenne ich dieses Erscheinungsbild genau; es ist und bleibt eine Gratwanderung und reine Gefühlssache, die perfekte Menge Watte zwischen dem Zuwenig und einem Zuviel herauszufinden. Es gibt hier keinen Wert oder Maßstab, nach den man sich richten könnte. Am Ende bleibt nur der Versuch "try and error". Jeder Verdampfertyp und jede Wicklung besitzen ihre speziellen Eigenheiten, die du herausfinden musst.

Wenn es zwar nachbrutzelt aber weder sifft, sabbert, blubbert noch kokelt (herrliche Begriffe, nicht wahr), dann kann man es auch einfach dabei belassen. Persönlich mag ich dieses Nachbrutzeln aber nicht. Naja, ist das jetzt schon Pedanterie, eine solche Wattierung zu erneuern? Oder Perfektion? Wie beim Essen das Auge bekanntlich mitisst, so dampft das Ohr beim Genuss ebenfalls mit. Es ist so ähnlich wie bei der Rezeptangabe eines "gehäuften Löffels" oder der berühmten "Prise" einer Zutat, die das gewisse Etwas ausmacht, die quasi das i-Tüpfelchen darstellt; irgendwann hast du's im Gefühl.

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