Donnerstag, 2. März 2017

Deutsche! Wehrt euch, kauft nicht in China!

"Vapers.Guru" feiert verlängerten Karneval; anders ist die jüngste Büttenrede in Form des aktuellen Artikels "Support Your Local Vape Dealer" nicht zu erklären.

Wer wie Joey Hoffmann von "Vapers.Guru" die Entwicklung und Produktion sowie den Verkauf von E-Dampf-Geräten mit denen eines PKWs gleichsetzt (warum eigentlich nicht direkt mit Atomkraftwerken?), ist entweder unwissend, rhetorisch ungeschickt oder hält die Kundinnen und Kunden der E-Dampfgeräte schlichtweg für dumm und dämlich. "Support Your Local Vape Dealer - Think Global And Act Local", lautet sein brandneu in die Welt gerufenes Credo, das mit herrlich gestalteten Bildern und Bapperl aller Art von ihm verbreitet wird. Das sind wunderbare Steilvorlagen für viele Möglichkeiten der Bearbeitungen. Wie wäre es mit "Support Freedom! One World, Think Global" oder "Worlwide Vaping Free Tour - Support International Trade" oder, oder, oder. Der eigenen Kreativität sind hier nur mangels meiner englischen Sprachkenntnisse Grenzen gesetzt.

Weltweit existieren keine solchermaßen konfusen Handelsschranken wie derzeit bei uns (Österreich liegt vielleicht mit uns gleichauf). Es mag generelle Verkaufsverbote von E-Dampfgeräte durch korrupte Regierungen geben, ebenso immer wieder aufkeimender Protektionismus einiger Staaten oder religiös bzw. ideologisch begründete Handelsschranken, doch wenn Joey Hoffmann die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher auffordert, zugunsten des deutschen Handels es den Chinesen mal so richtig zu zeigen, dann kann ich mir ein Schmunzeln wirklich nicht verkneifen: "Das heißt nicht, dass man [den Chinesen; Anmerkung von mir] Hassmails schickt und Autobomben platziert. Sondern dass die Hersteller dort einfach mal ein wenig auf ihrem Kram sitzen bleiben. Damit sie merken, dass sie da demnächst anders handeln müssen." Klingt das nicht irgendwie bekannt?  Ob nun gegen China, die USA, Russland oder die EU: am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

Ich mag Joey Hoffanns Artikel üblicherweise sehr, doch immer wenn er über Wirtschaftspolitik schreibt, wird entweder sein beschränktes Wissen oder seine absichtliche Propaganda offensichtlich, was, wie heute, zu einer kaum zu überbietenden Peinlichkeit führt aber immerhin mit erheblichem Unterhaltungswert.

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