.

.

Sonntag, 5. März 2017

Der kommerzialisierten Community verweigern

Nachdem deutsche Händler ihre französischen Kollegen vor Gericht erfolgreich abgemahnt haben und "vapers.guru" marionettenartig zum Boykott neuer chinesischer Produkte aufruft, muss ich entsetzt feststellen, dass die größte Gefahr für das E-Dampfen weder von der WHO, dem DKFZ noch von der restriktiven Politik der EU ausgeht, sondern dass der Schaden, den die E-Dampfkultur gegenwärtig erleidet, hausgemachter Natur ist. Aus diesem Grund trete ich mit sofortiger Wirkung aus der Dampferszene aus.

"Ach? Kann man da austreten?"

Kann man sogar prima. Und nicht nur aus der Dampferszene ...

Als mündiger Bürger und Freund des E-Dampfens rufe ich zu zivilen Ungehorsam bei der Herstellung und dem Bezug von Hardware auf, fördere die politische Inkorrektheit in der der sprachlichen Gleichschaltung durch die Community und sage der Vereins-meierei in Form ihres Mobbings gegen widerspenstige einzelne Personen den Kampf an.

"Oha! Du kleiner Revoluzzer, wie sieht denn so etwas in der Praxis aus?"

Nun, zum einen verlinke ich bei zukünftigen Reviews oder Themen zur eigenen Hardware die von mir verwendeten ausländischen Bezugsquellen und ziehe sie auch zukünftig denen des hiesigen deutschen Handels vor, was bedeutet, dass ich selber nicht mehr in Deutschland einkaufen werde aber zeige, wie komfortabel, legal, sicher und preisgünstig der globale Handel funktioniert; zum anderen berücksichtige ich nicht mehr kollektive Verhaltensnormen zum angeblichen Schutz des Rufs in der Öffentlichkeit, wie etwa: "du darfst nicht schreiben, E-Dampfen sei unschädlich, es muss heißen 'weniger schädlich'" oder "betone immer, dass wir gesetzeskonforme Menschen sind". Nein, denn unsinnige Regeln müssen dauerhaft, möglichst massenweise sowie laut und deutlich übetreten werden. Selbstverständlich. Andernfalls ändert sich nichts.

Die Freiheit des Individuums, nach den eigenen Wertvorstellungen zu sagen, schreiben und zu handeln, steht an oberster Stelle. Aus dieser Freiheit und Kreativität einzelner Menschen ist die E-Dampfkultur erwachsen; sie hat sich aus einem damals ungehörigen Verhalten entwickelt ("Was? Du mischst giftiges Nikotin in Flüssigkeiten? Das ist lebensgefährlich! Und obendrein unverantwortlich, so etwas öffentlich zu propagieren.") und wurde im Laufe der Zeit durch Communitys aller Art gezähmt ("Große Wolken außerhalb den dafür vorgesehenen Orten zu blasen schadet der Wahrnehmung unseres Bildes in der Öffentlichkeit. Unterlasse das gefälligst!"). Diese Freiheit wird heute vollends bedroht durch den kommerziellen Kerker, in dem sie naturgemäß augenblicklich beim Zusperren des Schlosses verpufft. Bevor die Freiheit verschwunden ist, möchte ich ihren langen Kreuzweg "back to the roots" zurück schreiten und verneine daher heute eindeutig jede individuelle Verantwortung für die Interessen eines Wirtschaftszweiges genauso wie ich ein konformes vorsorgliches Wohlverhalten (ein "Lieb-Kind-Machen") strikt ablehne.

Wenn beispielsweise Professor Bernd Mayer, ein in Europa führender Pharmakologe, 2015 im "ÖDT" berichtet (Stunde/Minute 1:04), wie er in seinem Auto bzw. im Beisein seiner kleinen Kinder bedenkenlos dampft, da dies eben für sie unschädlich ist, verdeutlicht das die Absurdität des mittlerweile durch die Dampf-Community selbstauferlegten Zwangs, nur noch von "Dampfen ist weniger schädlich als" zu sprechen. Wer hier eine theoretisch mögliche Schädlichkeit ("ist nicht auszuschließen, dass") zu einer tatsächlichen Schädlichkeit aufbauscht, begibt sich in die Falle der Unmöglichkeit, abseits des Kommerzes überhaupt ein gesundes Leben führen können, da nämlich sogar das abgestellte Glas Wasser auf dem eigenen Nachttisch ein Gesundheitsrisiko darstellt - was natürlich den Kauf von portionsgerechten Wasserflaschen als vorbeugende Schutzmaßnahme impliziert.

E-Dampfen ist viel mehr als die Befreiung vom Tabakrauch, es ist ein eigenständiger Genuss in ungezählten Variationsmöglichkeiten, die jeder daran interessierte Mensch für sich selber herausfinden kann, darf und dem nichts dabei vorzuschreiben ist. E-Dampfen ist so unschädlich wie Kaffeetrinken und überdies für Jugendliche allemal besser geeignet als Shisha- oder Tabakrauchen.

E-Dampfen befreite anfangs gerade vom Kommerz, kann es auch nach wie vor, doch schleichend und mächtig rückt ein neuer dich abhängig machender Kommerz in den Vordergrund, den du als solchen erst mal erkennen musst, bevor du ihm ein kräftiges Nein! entgegenschmetten kannst. Der neue Kommerz wuchert wie ein Krebs innerhalb der E-Dampfszene und bedroht diese wunderbare Kultur erfindungsreicher Menschen heute mehr als alle gesetzlichen Hürden. Zumindest ich nehme ganz schnell Reißaus davor.

Kommentare:

  1. Hallo Georg,

    Wir haben ähnliche Beweggründe: selbst befinde ich mich im Sabbathjahr. - Gerade weil ich denke, dass die Branche in DE mehr hätte gegen die differenzierte Ratifizierung der TPD2 tun können, wenn sie ihre Kunden wertschätzen würden.
    Ich als Dampferin brauche die Händler nicht ....
    Schon gar nicht solche, die sich mit Abmahnen rühmen.

    Als ich Aufgeschnappt Februar wieder auf nahm, habe ich nicht mehr nach Plattformen sortiert, sondern nach SZENE (und dort nochmals abgetrennt "Kommerz") und BRANCHE.

    Inzwischen ist ja das Ansehen der Blogs gottseidank wesentlich besser geworden.Dafür haben sich "Fachblätter" inzwischen konkreter definiert, sodaß meine neue Aufteilung insgesamt mehr Sinn macht.

    "Lieb-Kind-Machen" - das dürfte sich eh erledigt haben. Mann muss nur mal schauen, auf GuteFrage.net was dem Dampfen alles - offenbar von Jugendlichen - unterstellt wird. Viel natürlich Unwissenheit und sehr viel Übernommenes aus Bashingartikeln.

    Was mir allerdings sehr fehlt, dass Dampfer anscheinend unfähig sind, über ihren Genuss zu erzählen, ihre neuen Rituale zu verraten. Du gehörtest zu denjenigen, die die sich auch mal in diese Richtung auslassen.

    Und nun willst Du raus aus der Dampferszene? Willst nicht mehr erwähnt werden, oder wie ist das zu verstehen?

    Vielleicht meintest Du eher die wohl nicht existente Dampfercommunity?
    Erst vor einem Dreivierteljahr sagte Aaron Biebert in Wien, dass er darin die größte Gefahr fürs Dampfen sehe, dass sich Gruppen von Dampfern gegenseitig gekämpfen und dabei mehr Schaden anrichten können, als Big-T oder Pharmalobby. https://youtu.be/Aam1RFZao6c?t=9m1s

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe mal die Notiz von Beuys hinzugefügt. Achja, eines meiner Idole, leider schon ziemlich vergessen, aber er wird wiederentdeckt werden, da bin ich sehr sicher. Kritiker warfen ihm vor, auf die Kunstszene herumzutrampeln und doch von ihr materiell zu profitieren. Ein Kunsthistoriker sagte mir mal, Beuys hätte seine Seele verkauft für Geld. Das ist ganz fies, so etwas über einen verstorbenen Menschen zu sagen, da er sich nicht mehr wehren kann. Daran ist jedoch zu erkennen, wie er einerseits förmlich gehasst wurde und andererseits beinahe vergöttert.

      Was Beuys über die Fähigkeiten-Wirtschaft gesagt hatte, ist beinahe hellseherisch und genial, und ich gehe jede Wette ein, dass dann, wenn wir alle den Kommerz satt haben, wenn wir erkennen, wie der Kapitalismus letztlich unser eigenes Dasein zerstört, indem er Tiere aus uns macht, dass wir uns dann an seine Thesen wieder erinnern werden.

      Auch mein Blog lebt von Besucherinnen und Besuchern, daher habe ich nach wie vor nichts gegen Verlinkungen einzuwenden, wenn sie von dir stammen, freue ich mich sogar über sie und nehme das als echtes Kompliment dankend an. So wie Beuys ja ebenso seine Kunst zum Leben verkaufte (das soll jetzt kein Vergleich mit Beuys sein, um Himmels Willen). Dennoch muss ich nicht auf diesem "Dampferkarussell" mitfahren, muss mich nicht auf ein Pferdchen setzen oder mit Tatüt-Tatüt im Feuerwehrwagen zur Belustigung der Umstehenden mich im Kreis bewegen.

      Es geht ja weiter, ich bin Dampfer durch uns durch, nur halt nicht mehr kommerziell und verlogen, das heißt mit (eigentlich falscher) Rücksichtnahme.

      Wenn wir uns der Ursprünge des Dampfens wieder zuwenden, können keine Regulierungen das Dampfen verbieten. Für die Neuanfängerinnen und Einsteiger braucht es nach wie vor oder sogar heute mehr denn je ordentliche Beratung - das leisten die Shops und der Kommerz aber nicht. Dazu sind dann unter anderem wir da, liebe Kurbelursel, dein Wickelvideo des alten Kangertech-Kopfes und das Wickelvideo von "Dampfeuphorie", diese beiden Filme hatten bzw. haben überzeugt. Aber das ist alles ein weites Feld ...

      Löschen
  2. Das ist ein philosophisch interessanter Ansatz. Ich sehe da allerdings Probleme.

    Zur Richtigstellung habe ich nicht „marionettenartig“ zu etwas aufgerufen. Ich maße mir an, ganz von alleine auf etwas zu kommen. Und ich habe auch nicht zum „Boykott gegen chinesische Produkte“ aufgerufen. Sondern dazu, in der Übergangszeit bis zur Anpassung des Marktes auf private Bestellungen von Produkten die hier nicht vertrieben werden dürfen bei Händlern in China zu verzichten.

    Beim intellektuellen Philosophieren besteht die gleiche Gefahr wie bei der Wissenschaft. Nämlich dass man nicht Fakten nimmt und eine These herleitet, sondern dass man gefühlte Wahrheiten nimmt und versucht mit selektiv gewählten Fakten sich argumentativ dieser gefühlten Wahrheit anzunähern.

    Würde man ernsthaft auf Kommerz verzichten wollen, würde man eher bei kleinen Manufakturen im Umland bestellen. Und nicht dazu übergehen, seine in Massenfertigung zu Sklavenlöhnen im Ausland produzierte Fließbandware umweltbelastend einschiffen zu lassen.
    Das nächste Problem ist, dass es ohne Massenware keinen Massenkonsum geben kann. Ein 24 Jähriger, der heute von Zigaretten umsteigt, der möchte vor allem einfache, preiswerte und verfügbare Geräte. Die schnell zu haben sind, und für die es problemlos Verbrauchsmaterial gibt.
    Sich darüber zu erheben kann schnell zu dem Effekt führen, dass eine Putzfrau kommt und das Kunstwerk von Beuys wegwischt, weil sie es nicht als Kunst erkennt.

    Hätte die RAF nur einen Moment inne gehalten und einmal darüber philosophiert, was sie überhaupt erreichen will, anstatt sich blindwütig aufzulehnen und seitenweise verkopfte Pamphlete zu schreiben, wären uns und ihr sicher viele Tote erspart geblieben.
    Sich einzureden in China zu bestellen und sich damit frei vom Kommerz zu machen ist genauso ein Trugbild, wie Neorechte sich einreden sie wären eine Form der Revolution.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nun gut, lass mich vielleicht Grundsätzliches einmal erklären. Was ein Boykottaufruf ist, dazu braucht man nur bei Wikipedia nachzulesen und dann stellt man mit mehr oder weniger großen Augen fest, dass dein "Verzichtsaufruf", den du sogar folgendermaßen unterstreichst: "[…] dass die Hersteller dort einfach mal ein wenig auf ihrem Kram sitzen bleiben. Damit sie merken, dass sie da demnächst anders handeln müssen", geradezu ein Paradebeispiel eines Boykottaufrufs ist.

      Als nächstes benennst du die typischen Argumente, die in ähnlichen Diskussionen immerzu genannt werden. Plötzlich verteidigst du sogar die Massenproduktion. Genau das finde ich auch und stimme dir vollkommen zu, ich wehre mich doch nicht gegen chinesische Massenware zu günstigen Preisen. Das ist vom Grundsatz her hervorragend, man sollte keinem Menschen Steine in den Weg räumen, diese Massenprodukte günstig zu kaufen. In China und zu jeder Zeit. Meine "OBS Engine Nanos" kaufe ich dort in China und zwar jetzt, nicht erst im Juni 2017. Du bist derjenige, der einen Verzicht predigt, nicht ich :-)

      Eine Kapitalismuskritik ist etwas völlig anderes als sich gegen Massenproduktion zu stellen. In ganz einfachen Worten ausgedrückt, fechtet die Kapitalismuskritik den modernen Gott Geld als Triebfeder sowie als Berechtigung (Alibi), alles tun zu dürfen, an, sie kritisiert, den Menschen und sein Handeln nach der Menge des Geldes zu bewerten. Wenn etwas Gewinn verspricht, ist es gut, wenn etwas keinen Gewinn bringt, ist es nicht so gut. Ganz gleich, womit der Gewinn erzielt wird, das Ziel Gewinn steht im Zentrum. Das im Groben ist der Kern von Kapitalismuskritik.

      Joseph Beuys setzt dem Kapitalismus das Prinzip … Die Zeichenbegrenzung greift, ich muss irgendwo den Kommentar trennen, Fortsetzung folgt.

      Löschen
    2. Fortsetzung …

      Joseph Beuys setzt dem Kapitalismus das Prinzip einer "Fähigkeitenwirtschaft" entgegen. Es sollen mehr die Talente und Fähigkeiten einzelner Menschen für die Gesellschaft aller entlohnt werden. Nach Beuys verdient eine Alten- oder Krankenpflegerin dieselbe Entlohnung wie der Chefstratege im VW-Aufsichtsrat, wobei dieselbe Entlohnung nicht gleichbedeutend mit derselben Menge Geld ist. Als Maßstab dient aber nicht der Börsenkurs eines Unternehmens, sondern der gesellschaftliche/ökologische Nutzen einer Tätigkeit. Und das ist eine sehr vernünftige Herangehensweise, mit Sicherheit vernünftiger und für alle Beteiligten befriedigender als ein Leben lang unzufrieden nach einem Mehr an persönlichem Erfolg = Geld hinterher zu jagen.

      Komischerweise leben wir in einem der reichsten Länder der Welt aber gehören zu den unzufriedensten und unglücklichsten Menschen. Das müsste uns doch zu denken geben. Ein Leben lang sehnen wir uns nach mehr materiellen Möglichkeiten und glauben, damit dann endlich Zufriedenheit zu erlangen. Haben wir eine Stufe des Immer-Mehr erklommen, stellen wir erstaunt fest, dass wir damit dem Glücklichsein überhaupt nicht näher gekommen sind; bei der nächsten Stufe, so hoffen wir, werde sie dann endlich eintreffen. Haben wir diese ebenfalls erstiegen, wiederholt sich dasselbe Spiel, immer sind wir noch unzufrieden und wollen höher hinaus, wollen noch mehr Geld haben. Das ist schier ein Rattenschwanz oder als besseres Bild das eines Hamsterrades, in dem wir tagein tagaus rennen, bis dass wir nicht mehr können, fressen, schlafen und am nächsten Morgen beginnt ein neuer Lauf. Am Ende werden wir so unendlich viel Arbeit und Mühe aufgebracht haben, doch nichts hat sich verändert und nichts haben wir erreicht. Ja, der Hamster merkt nicht einmal, wie aussichtslos sein Bemühen ist. Er glaubt, so er denn überhaupt etwas denkt, dies sei sein Lebenszweck. Sind wir Menschen nicht doch ein wenig klüger als ein Hamster?

      Man könnte noch unendlich viel dazu schreiben. Wer bei seinem Denken und Handeln stets hinterfragt, ob der Grund seines Interesses allein der Profit ist oder ob es die Freude ist, ob es die Liebe oder der Hass ist, ob es die Sucht nach Anerkennung ist oder die große Befriedigung des Ausdrucks eines eigenen Inneren, ob es die Macht über andere Menschen ist oder die Befriedigung, für andere etwas nützliches, hilfreiches vollbracht zu haben, ich glaube, der zeigt den riesigen Unterschied, der zwischen Hamster und Mensch besteht.

      Aber wie gesagt, das ist alles so ein weites Feld.

      Liebe Grüße an dich.

      Löschen
  3. Ich mag den philosophischen Diskurs. Das ist über das Internet nicht ausführlich möglich.
    Leider habe ich den Eindruck, dass vieles von dem was ich schreibe, auf die Goldwaage gelegt wird. Weil ganz einfach die Zielgruppe ausgeblendet wird. Es wird ignoriert, mit wem ich da eigentlich spreche und wer vapers.guru rezipiert. Und auf welchem Niveau das geschieht. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich alle für doof halte.

    Deine Unterscheidung, ob Boykott oder Verzicht, ist m. E. nach eine reine Labeldiskussion. Der Kontext ist entscheidend.
    Ich habe mehrfach erläutert, dass es nicht um einen grundsätzlichen Boykott geht. Sondern um den zeitweisen Verzicht. So lange, bis sowohl die europäische wie auch die chinesische Wirtschaft sich auf die neuen Marktbedingungen eingestellt haben.
    Ich habe weder dazu aufgerufen für jetzt und alle Zeit auf chinesische Geräte zu verzichten, noch dass man unbedingt bei deutschen Großhändlern kaufen soll, noch irgendetwas anderes was ich mir schon anlesen musste.
    Mich dafür persönlich in die Nähe eines Kaisers zu rücken („Am deutschen Wesen…“) oder gar in die Nähe des Nationalsozialismus, ist völlig absurd. Und in meiner Wahrnehmung eine Frechheit.

    Ob das nun eher die Kriterien eines Boykotts oder eines Verzichts erfüllt, ist dabei völlig uninteressant. All das sind Diskussionen, die man sicher führen kann und soll. Aber dafür ist vapers.guru nicht der Platz. Denn damit erreicht man keine Massen. Eine 25 Jährige Umsteigerin die sich fragt was Subohm ist interessiert das wenig.

    Alle anderen Diskussionen sind in meinen Augen völlig nachrangig. Die kann man mal abends bei einem Bier führen. Das tue ich auch. Aber privat.

    Gruß

    Joey Hoffmann

    AntwortenLöschen
  4. Abschließend vielleicht auch hier noch ein Wort.
    Ich denke, die Beziehung von mir zur IG-ED, wie auch die Beziehung zu nicht kommerziellen Bloggern, ist eine Geschichte von beidseitig enttäuschten Erwartungshaltungen.

    Kommunikation ist getragen von den vier verschiedenen Ebenen. Vor allem die Beziehungsebene und die Sachebene.

    Etwas für das Dampfen tun wollen sicher beide Seiten.
    Ich würde diese Diskussionen um das Dampfen aber nicht mit diesem Aufwand betreiben, wenn ich nichts davon hätte. Danach habe ich ganz persönlich kein Bedürfnis. Sachebene.
    Auf der anderen Seite ist die Motivation bei Bloggern und der IG-ED – so wie es sich mir inzwischen darstellt - vor allem die soziale Ebene. Man möchte sich darstellen oder austauschen. Beziehungsebene.

    Ich habe tatsächlich gedacht, mit einigen Bloggern würde eine gegenseitige Befruchtung stattfinden. Das entfällt, da die meisten Blogger in meinen Augen so gut wie nichts zu Sachebene beitragen.
    Umgekehrt waren wohl viele aus der „Community“ vor den Kopf gestoßen, dass ich nichts weiter mit ihnen zu tun haben will, weil dieser Austausch mich nicht interessiert. Oder dass ich nicht vorbehaltslos die Argumente und Standpunkte der Konsumenten einnehme.

    Durch diese enttäuschte Erwartung reagieren beide Seiten naturgemäß aggressiv. Denn jemand aus der Community, der merkt dass ich nichts weiter mit ihm zu tun haben will, muss sich zwangsläufig ganz persönlich abgelehnt fühlen. So kommen auch gewisse „Verschwörungstheorien“ zustande, denn derjenige muss es sich erklärbar machen, dass ich eben nicht nur für den Konsumenten argumentiere.
    Argumentiert er jedoch abseits von Fakten, Inhalten und der sachlichen Ebene gegen vapers.guru, fühle ich mich ganz persönlich angegriffen. Weil das nicht die Ebene ist, auf der ich überhaupt mit den Adressaten kommunizieren möchte.

    Diese Diskrepanz ist in meinen Augen nicht aufzulösen. Daher halte ich es für am sinnvollsten, jeder macht seinen eigenen Scheiß, und gut ist.

    AntwortenLöschen
  5. Liebe drei Vorredner, Danke für euren Einsatz pro Dampfen.
    "Daher halte ich es für am sinnvollsten, jeder macht seinen eigenen Scheiß, und gut ist."
    "Genau das finde ich auch und stimme dir vollkommen zu, ich wehre mich doch nicht gegen chinesische Massenware zu günstigen Preisen. Das ist vom Grundsatz her hervorragend, man sollte keinem Menschen Steine in den Weg räumen, diese Massenprodukte günstig zu kaufen."
    "Ich als Dampferin brauche die Händler nicht ....
    Schon gar nicht solche, die sich mit Abmahnen rühmen."

    Jupp ihr drei, gerne lese ich euch - Danke für eure Mühe.

    "Eine 25 Jährige Umsteigerin die sich fragt was Subohm ist interessiert das wenig."

    Der Kern ist doch ganz einfach. Der informierte Dampfer überlebt,der Rest ist von euch definiert : "Daher halte ich es für am sinnvollsten, jeder macht seinen eigenen Scheiß, und gut ist."

    Danke.

    AntwortenLöschen