Montag, 20. März 2017

Ausnahmsweise mal eklige Politik zum Montag

Gerade im Moment kopiert mein Rechner noch den Film, da habe ich Zeit und Lust für ein bisschen Schimpferei.

Wenn SPD-Schulz mangels im Bundestag sitzender Opposition (mit allen vorhandenen Parteien hat die SPD ja bereits gemeinsam geklüngelt) nun die "AfD" und damit natürlich auch deren Anhängerschaft und die Sympathisantinnen und Sympathisanten als "Schande für Deutschland" bezeichnet, dann spaltet er die Bevölkerung wie ein Pfaffe aus vergangener Zeit in Gut und Böse. Es fehlt nur noch der göttliche Funke einer Erleuchtung bei ihm, dann wären wir vollends im Revival des Mittelalters angelangt. Was unterscheidet seine Rhetorik eigentlich von der, der "AfD"? Ein Viertel oder mehr der Bevölkerung als Schande zu bezeichnen, wirkt bei einer Partei, die heute mehr denn je vom Rutsch in die politische Bedeutungslosigkeit bedroht ist, wie ein Schlachtruf ins letzte Gefecht. Es hat etwas mit Größenwahn oder der Uneinsichtigkeit eines trotzigen Kindes zu tun, dass die SPD immer noch nicht erkannt und verstanden hat, von wem und womit ihr der eigentliche Todesstoß versetzt wurde: Gerhard Schröder und seine machtbesessene Entourage waren es mit der "Agenda 2010-Politik". Am Leben erhalten wurde und wird die SPD seither einzig durch die Dauer-Erste-Hilfe ihres ehemaligen Gegners, der CDU/CSU. Und dass die immer mehr dahinsiechende SPD mit nur 4 Jahren Unterbrechung seit 1998 Regierungsverantwortung trägt, somit für die Politik im Lande bis heute verantwortlich ist, scheint sie selber gar nicht mehr wahrzunehmen, denn sie benimmt sich als Regierungspartei wie eine Oppositionspartei. Hey SPD, so etwas bemerken die Bürgerinnen und Bürger irgendwann, es wird Zei für dich zu geh'n. Das Bild, das du am Vorabend der Bundestagswahl abgibst, ist alles andere als das einer Volkspartei.

Nicolas Chamfort
Derweil wünsche ich dir, meine liebe Leserin und mein lieber Leser, einen von Schimpf und Schande befreiten Start in die neue Woche.
"Man riskiert Ekel, sähe man, wie Politik,
Gerechtigkeit und das eigene
Abendessen zustande kommen."

Kommentare:

  1. Machtbesoffen von sich selbst.
    Schulz ist ein widerlicher Karrierist, wie fast alle, die unbedingt Politiker werden wollen. Der neue Messias, wie seinerzeit auch Obama.
    Natürlich weißt du das, ich möchte aberdennoch noch einmal dezent darauf hinweisen, dass dieser Gierlapp sich 365 Tage Sitzungsgeld hat auszahlen lassen. Das sind € 110.000,-- STEUERFREI.

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    1. Mit dem Unterschied, dass Obama die halbe Welt besoffen gemacht hatte, Schulz führt gerade mal die SPD-Mitglieder ins Delirium.

      SPD-Mitglieder? Wer is'n das? Selbst in einer Milchtüte bleiben bei deren Leerung immer noch minimale Reste übrig, die dann zu kleben beginnen und im Laufe der Zeit in der gelben Tonne stinkend nach dem Müllwagen rufen. Das sind all die satten bierbäuchigen Verdi-Leute und natürlich die FDP-Kapermatrosen, die die SPD von innen "reformieren" wollen wie einst unter Schröder. Die nennen sich selber der "Seeheimer Kreis". Bäh, was wird mir schlecht.

      Ja, die paar Euro seiner Sitzungsgelder, also hör mal, gönne dem Schulz doch auch mal ein Eckchen der Politiker-Torte ;-)

      Ich verstehe Menschen einfach nicht, die auf so einen doppelzüngigen Moralapostel hereinfallen. Das will nicht in mein Hirn. Wieso wird er nicht mit Schimpf und Schande aus der Partei gejagt?

      Dass er vom Volk gewählt werden wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Zwar lag ich oft genug mit Einschätzungen schon daneben, aber Schulz als Kanzler wäre wirklich Grund zur Inneren Immigration (für ein Auswandern fehlen mir leider die Mittel).

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