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Samstag, 22. Juli 2017

Trauer und Solidarität mit Israel

Heute warf ich einen Blick in die Online-News. War klar, Israel ist böse, denn nach dem Anschlag dreier Terroristen, dem zwei israelische Polizisten zum Opfer fielen, werden die von den Behörden getroffenen Sicherheitsvorkehrungen in Form von Metalldetektoren natürlich als unnötige Provokation gewertet, so wie es der "Spiegel" heute macht. Sie seien unnötig, da leicht zu umgehen. Klar doch, auch vor Flugreisen sind sie unnötig, da leicht zu umgehen - nein, das würde der vielreisende Spiegel-Journalist aus Eigenschutz wiederum auch nicht unbedingt behaupten, doch wenn's um andere Menschen geht, kann aus dem heimischen Wohnzimmer oder Büro heraus ja mal schnell so getan werden, als sei man ein kompetenter Sicherheitsexperte. Noch nie haben "Spiegel" & Co. etwas gegen Metalldetektoren in Mekka geschrieben. Hätten die israelischen Behörden nicht reagiert, würde behauptet werden, sie hätten reagieren müssen und beispielsweise Metalldetektoren anwenden können. Es ist völlig egal, ob oder was Israel macht oder nicht, bei Terroranschlägen gegen Israel sind grundsätzlich die Opfer selber schuld. Immer. Und sei es im Nachhinein. Ich schäme mich für die deutsche "Berichterstattung" in den Medien.

Persönliche Konsequenz: wiedermal fürs Wochenende Internet aus, TV sowieso und ein paar intensive Gedanken in Form von Wünschen nach viel Kraft für die Angehörigen der erschossenen Polizisten.

Freitag, 21. Juli 2017

Dies und das und eben das

Zur 2. Staffel der Serie lässt sich noch nicht viel sagen. Wie bei "Lost" wird jetzt alles ziemlich gedehnt. Bei "Lost" war auch die erste Staffel für mich am Besten. Lustig ist, dass derselbe Begriff auch in dieser Serie alle paar Minuten wiederholt wird: "Was?"

Zwar nicht besonders schlimm aber im Sinne einer Feststellung mehren sich auffällig kleine Kamera-, Blend- und Beleuchtungsfehler: plötzlich siehst du in einem metallenen Gegenstand im Hintergrund jemanden der Filmcrew als Spiegelbild, oder man erkennt aufgestellte Scheinwerfer. Die Fenster zeigen statt Blicke nach einem echten Draußen, Projektionen, die regelrecht billig wirken. Die Story erscheint unkoordiniert, unlogisch und lieb- oder interesselos aneinander geschnitten. Ich habe jedoch erst die Hälfte der 2. Staffel gesehen, jedenfalls bisher mit einer deutlichen Abwärtstendenz der Qualität.

Du möchtest aber über andere Dinge hier lesen? Tja, sie gibt es gerade leider nicht. Ein wenig E-Dampfkram ist aus China unterwegs, Politik ist mir zur Zeit egal, die Arbeit ist monoton und langweilig, ich freue mich noch jedes mal, wenn ich den modifizierten "Pico 25" in die Hand nehme und das angenehme Handgefühl erzeugt nach wie vor ein zufriedenes Lächeln innerlich. Wettertechnisch ist's durchwachsen aber ich konnte (fast) immer auf dem Rad dem Regen (zeitlich) ausweichen. Ansonsten geht es mir rundherum gut; Zufriedenheit ist wenn die Seele schon bei Kleinigkeiten lacht. Aaaahh, da fällt mir etwas ein für heute:

Beim Stehkaffee-Trunk mitten auf der Baustelle zwischen Geröll, Schutt und Kies, dort streckt sich doch widerstandsfähig ein einzelnes Leben mutig der Sonne entgegen. Schau mal, erkennst du es auf dem Suchbild? Ist mit meiner nur 1,3 Megapixel Handykamera gemacht. Erst mal suchen, aufs Foto klicken, dann wird's größer:


Hatte ich anfangs auch fast übersehen. Im Umkreis von locker 50 Metern befindet sich nur eine Mondlandschaft. Dann aber das: da gehe ich mal etwas näher heran und siehe, ein einzelnes Gänseblümchen sagt Hallo :-)


Donnerstag, 20. Juli 2017

Teil 1 (edit: und Teil 2) meiner Meinung zu "The Leftovers"

So, die ersten 10 Folgen von "The Leftovers" liegen nun hinter mir. Es ist tatsächlich alles in der Art von "Lost", spannend, mysteriös (nicht zu verwechseln mit mystisch), perfekt inszeniert und dargestellt. Hoher Suchtfaktor! Deswegen muss ich jetzt gleich (eigentlich zu Bett) noch dringend die 1. Folge der 2. Staffel sehen.

Alles in allem könnte man als Themenüberschrift die zur Zeit grassierende Sehnsucht nach dem Zusammenbruch unserer alten Ordnung wählen - in etwa "Endzeitstimmung". "Götterdämmerung" hatten wir ja schon mal. Ist schon komisch, ob politisch links, ob rechts, ob in der Mitte, die junge Generation aber auch viele alte oder ältere Menschen sehnen sich nach dem Ende der heutigen Welt, denn sie sind unzufrieden mit den Werten unserer Gesellschaft, mit dem Verlust der Zärtlichkeit, der Ehrlichkeit und der Menschlichkeit. Sie wünschen sich einen erfüllenden Sinn für ihr Dasein. Zivilisationsmüdigkeit, mit diesem Begriff ließe sich die Serie auch zusammenfassen. Ich lasse mal die letzten Worte der 1. Staffel für sich selber sprechen:
 "… es gibt nichts mehr zu reparieren. Dafür bin ich einfach zu kaputt. Vielleicht sind wir alle zu kaputt. Ich kann nicht mehr so weitermachen, wie ich lebe, aber ich habe nicht die Kraft, um zu sterben; doch ich muss mich auf etwas hinbewegen, irgendetwas. Ich weiß nicht, wohin ich gehe, einfach nur weg, weg von all dem hier …".
Okay, Fiktion und Realität sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Man kann aber muss die Serie nicht gesellschaftspolitisch kritisieren, nur da sie einer Modeerscheinung entspricht. Bis jetzt verdient sie als Schulnote eine glatte 1 mit Tendenz zum Plus.

Aber ich "muss" jetzt weiterschauen, es ist keine Zeit mehr fürs Schreiben vorhanden. Bis morgen.


Nachtrag/Fortsetzung/Ergänzung (22.07.2017):

Teil 2 meiner Meinung zu "The Leftovers"


Die 2. Staffel ist TV-Schrott erster Güte. Sat1 und RTL tauglich. Wie bereits erwähnt, einerseits mit etlichen technischen Filmfehlern versehen, andererseits vor allen Dingen aber auch inhaltlich albern und dumm. Alles genau wie bei "Lost": eine lange und vielversprechende Einleitung, die in ihrer Folge qualitativ in jene Sphären der Groschenromane mündet, denen man eigentlich aus dem Weg gehen möchte. Manchmal glaube ich, solche Art Serien besitzen eigentlich gar keine Aussage und es werden nur Spannungsbögen um ihrer selbst willen erzeugt, ohne dass dabei zu Beginn überhaupt ein Ziel, ein Sinn, ein Inhalt vorhanden wäre, so in etwa: "Schauen wir mal, was wir in der nächsten Staffel daraus machen". Schulnote der 2. Staffel: 6. Eine Fortsetzung in die 3. Staffel erspare ich mir.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Eine neue ältere Serie am Start

Heute starte ich mit einer neuen Serie aber kann noch nichts dazu sagen, denn ich habe noch nicht eine Sekunde von ihr gesehen. "Neu" ist nicht so ganz wahr, denn die Serie stammt von 2014. Warum werde ich jetzt erst auf sie aufmerksam? Das hat zwei Gründe. Zum einen herrscht momentan Flaute bei den Serien-Angeboten, da nimmt man halt, was man kriegen kann. Und zum anderen war es wohl der Name der Serie, den ich die letzten drei Jahre sicher unbewusst unbeachtet ließ: "The Leftovers" - klingt irgendwie kitschig nach einer Mystic-Fantasy-Teenager-Gothic-Herzschmerz-Serie, oder?

Nun ist zu lesen, dass "The Leftovers" außergewöhnlich gute Kritiken bekommen hat und ebenso fanatisch schlechte. Sie polarisiert also. Es kann somit sein, dass ich alle Folgen bereits nach wenigen Minuten in die virtuelle Tonne kloppe oder aber zu einem regelrechten Fanboy mutiere. Eine große Spannung breitet ihre Flügel aus. Die Serie wird auch von manchen Kritikern mit "Lost" verglichen, andere können selbst nach mehreren Folge so wenig mit ihr anfangen, dass sie in Foren noch immer nachfragen, was zum Henker denn eigentlich der Sinn der Handlung sei. Diese Unterschiede in der Bewertung können nichts oder rein alles bedeuten.

So viel Text fabriziere ich schon wieder für null Inhalt. Wow, warum schreibe ich eigentlich nicht für die ARD?

Nun gut, von insgesamt 28 Folgen warten 21 schon im Ordner. In ihm herrscht chaotisches Treiben, ein ordentlicher Tumult, denn wenn ich mein Ohr ganz dicht an den Monitor halte, höre ich ein Rufen: "Mach schon, Georg! Guck hinein! Öffne den verdammten Ordner endlich und drücke auf Start! Los, schau uns gefälligst an!" Als folgsamer Mensch gehorche ich natürlich augenblicklich, schalte das große TV-Gerät ein und diesen Rechner aus. Daher muss ich mich hier im Tagebuch für heute leider auch verabschieden. Bis morgen - dann gibt’s sicher einen ersten Eindruck.

Dienstag, 18. Juli 2017

Filmkritik zu "Certain Women"

Das Nichts
Habe gerade einen Film gesehen, justamente, stehe also noch unter dem Einfluss seines ersten Eindrucks - und obschon ich mir vorgenommen habe, keine Verrisse hier zu fabrizieren, komme ich nicht umhin, "Certain Women" als einen der langweiligsten und nichtssagendsten Filme zu bezeichnen, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Er ist eine einzige anderthalbstündige Einleitung ins Nichts. Aber lies mal, was der "Spiegel" daraus macht. Oha, ich habe also das Nichts scheinbar bloß nicht verstanden.

Die erste halbe Stunde verlief sogar vielversprechend. Du nimmst den Hauch einer einleitenden Erzählung wahr. In der nächsten halben Stunde lobte ich innerlich die schönen Landschaftsbilder, die eigenartige Stimmung, die von der Lebensroutine vierer Menschen in atmosphärischen und ruhigen Bildern eingefangen wird. Die letzte halbe Stunde staunte ich gerade noch über den Mut der Filmemacherin, sich dermaßen obsessiv der Gelassenheit hinzugeben, eine durchaus wohltuende Ruhe cineastisch förmlich zu zelebrieren, da war der Film plötzlich aus. Ende. "For Lucy", Abspann. Vier Einleitungen ohne Geschichten. War ich eingeschlafen? Aber nein! Es ist die gelungene Verfilmung von vier Sequenzen in die Belanglosigkeit. Und so gesehen hat der Streifen auch die vielen Preise, die er verliehen bekommen hat, absolut verdient, denn er ist ziemlich einzigartig. Mir fällt spontan kein anderer Film ein, der es auch nur ansatzweise wagt, ein Nichts derart mutig (dreist) dem Publikum zu servieren.

Dagegen wird der langweilige Arbeitsalltag heute zum abenteuerlichen Real-Time-Thriller. In diesem Sinne, schau dir den Film irgendwann einmal an, ich wette, er lief oder läuft noch in den öffentlich-rechtlichen Sendern, "arte" wahrscheinlich, mit ihm lernst du wieder die Routine deines Lebens mehr zu würdigen (wo wir gestern ja beim Thema Belehrungen und Pädagogik waren, gell).

Montag, 17. Juli 2017

Tagesschau? Nein Danke

Oh mein Gott, ich habe nach mehreren Tagen Medien-Abstinenz u.a. die "Tagesschau" gelesen. Hätte ich nicht machen sollen. Nach dem Konzert Rechtsgesinner am Samstag in Themar, auf dem kein Mensch zu Schaden kam und nichts kurz und klein geschlagen wurde, titelt die "Tagesschau" heute: "Ermittlungen nach Konzert: Zeigten Neonazis Hitlergruß?"

Heißa! Jetzt bin ich aber überrascht und zutiefst erschrocken, denn Neonazis zeigen auf einem Treffen den Hitlergruß? So etwas muss natürlich in die Hauptnachrichten. Eine ausgestreckte Hand von Nazis, Mensch, wer hätte das gedacht?

Selbstverständlich wissen die Damen und Herren Redakteure, dass dies im Grunde eine Null-Nachricht ist, doch ihr aufgeblasener Bericht hilft beim Relativieren des linken Terrors in Hamburg und ebenso als Ablenkung von der Berichterstattung über die Ausschreitungen vom Wochenende in Schorndorf. Der Zusammenhang macht es wieder zu einer eiskalt berechneten Manipulation; berechnet? Ja, denn im Normalfall wäre das ereignislose Konzert der Rechten nämlich nicht mal eine Notiz wert gewesen.

So clever ein solches Vorgehen auch erscheinen mag, so fühle ich mich zum wiederholten Male als Bürger für unglaublich dumm verkauft. Und ich denke, es geht viel mehr Bürgerinnen und Bürgern sehr ähnlich, jedenfalls mehr als sich dies die Tagesschau vorstellt.

Genau so etwas ist der Anfang vom Ende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Form, wie wir ihn kennen. Jede Wette würde ich eingehen, dass er sich in 25 Jahren zu einem steuerfinanzierten und im Vergleich zu heute winzigen Grund-Informations- und Bildungssender verkleinert haben wird. Denn für diese Art der (man muss es so drastisch sagen) Verarsche, ist kein Volk der Welt bereit, im Kommunikationszeitalter auf Dauer zu bezahlen.

Früher nannte man ein solches Vorgehen, wie es gegenwärtig von der Tagesschau & Co. betrieben wird, schlichtweg Indoktrination - aus dem Wiki-Link: "Indoktrination ist eine [...] Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation [...] durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten."

Sorry, aber ich bin schon groß, ich möchte in dieser Form keine weitere Belehrung mehr kaufen (müssen).

Den Mantel des schlechten Gewissens ablegen

Oje, wie schnell doch so ein Wochenende vergeht. Da habe ich den Sonntag glatt unterschlagen. Sonntag? Der war doch gerade eben erst, ist er wirklich schon vorbei? Tja, hätte ich an ihn gedacht, könnte es nun eventuell etwas zum Thema Sonntagblues geben, da er aber unbemerkt an mir vorüber gerannt ist, hat er den Blues im Rucksack gelassen und ihn unbeachtet einfach wieder mitgenommen. Mir geht es seelisch nach wir vor blendend, schaun wir mal, was tagsüber die Baustelle daraus macht.

Wie du siehst, weiß ich immer noch nichts Wichtiges zu schreiben. Habe ein paar Verdampfer neu gewickelt (3 an der Zahl), mit Drogeriewatte bestückt und sie schmecken ausgezeichnet. Die reinste Sinnesfreude. Dann wurde zu viel gegessen (schön im Passiv ausgedrückt), natürlich alles ungesunder Kram, davon könnte man kalorienmäßig vielleicht eine ganze Woche auskommen. Naja, was willste machen? Irgendwann liegen wir alle als Gerippe im kühlen Erdloch, dort ist dann Zeit genug, um abzuspecken, eine echte Ewigkeit, warum sollte ich mich an einem Sonntag dafür also auch noch beeilen? Immer diese Eile.

Vokabeln, die ich (wir?) viel häufiger positiv verwenden sollten, ohne einem sofortigen schlechten Gewissen anheim zu fallen: viel, satt, voll, reichlich, lecker, Geschmack, Fett, Butter, Zucker, Gehalt. Freude, Spaß, Lust und Vergnügen - Kalorie, oh du meine Freundin. Genuss, du Perle menschlichen Ideenreichtums. Fülle, du liebliche Überwinderin von Hunger und Durst.

So, und bevor es hier und jetzt vollends ausufert mit meiner Alberei, wünsche ich dir einen erfüllten Start in eine gehaltvolle Woche.

Samstag, 15. Juli 2017

Gehe zurück auf Los

"Macht kaputt, was euch kaputt macht", das ist wohl so ein Generationen-Ding, das sich im Kreise drehend alle zwei bis drei Menschenalter auf Anfang stellt. Wegen der instinktiven Tendenz (also der biologischen Gegebenheiten) aller Lebewesen, sich gegen den Selbstmord zu wenden, wird der Grund eigener Unzufriedenheit stets in der Außenwelt vermutet. Und da momentan weder ein neuer Bankencrash bevorsteht, der den Alltag der erlebten Welt aus seinen Fugen hebt, noch ein Weltkrieg oder eine schlimme Naturkatastrophe erwartet wird, muss halt zum Einstieg dieser neuerlichen Kreisbewegung einer jugendlichen Identitätsfindung ein Stadtteilviertel dran glauben. Der Mob schlägt sich freie Bahn und die hämischen Journalisten sowie die Politiker feixen um die Wette, wer die beste Rhetorik auf Lager hat, dies für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Alles wie gehabt, nichts wirklich Neues, kann man in der Geschichte zurückverfolgen und findet alle paar Jahrzehnte Parallelen.

Die Alten jammern und wehklagen vom Untergang des Abendlandes, die arbeitende Bevölkerung stellt gedanklich jeden anders lebenden Menschen sowieso kurzerhand an die Wand und die jungen Karrieristen in ihren Zwangsjacken aus unbezahlten Praktika und unterwürfigem Nach-Oben-Schleimen neiden ihren anarchistischen Altersgenossinnen und -genossen die vermeintliche Freiheit, denn sie benötigen dringend jene Menschen, deren Köpfe sie als Karrierestufen brauchen - aber je mehr von ihnen zu Denken beginnen und für ihre Tritte nicht mehr zur Verfügung stehen, desto unkomfortabler und sinnloser wird die eigene Lebensleiter. Gründe, andere zu verurteilen, haben sie also alle.

"Die Freiheit nehm ich mir" - ein genialer Werbeslogan, der, nimmt man ihn wörtlich, immer auch Kampf bedeutet und nicht selten in der Einsamkeit eines unangepassten Lebens endet. Und du, liebe Leserin und lieber Leser, ahnst vielleicht bereits mein Resümee: hinter all der Wut, der Schreierei und Gegenschreierei, steckt das Wesen unserer unvollkommenen Existenz als ängstliche und sinnsuchende Waisenkinder des Universums. Ein Leben lang alleingelassen mit den Krücken der Liebessuche und denen nach Anerkennung drehen wir uns seit Jahrtausenden im Kreis.

Eine Lösung? Die gibt es nicht, denn zwischen Quelle und Mündung liegt der Weg, und der Sinn eines Flusses ist eben dieses Fließen des Wassers.

So, das war nun also mein Wort zum Sonntag. Ohne Käßmann-Gedöns.