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Mittwoch, 24. Mai 2017

"Smoant Charon" - Quasimodo unter den Boxen

Aaalso, es folgt nun Jammern auf sehr hohem Niveau. Gestern kam die "Smoant Charon" an. "Charon" ist der Fährmann zum Hades, das mal nur ebkes zur Info an die vielen YouTube-Vorstellerinnen und Vorsteller dieser Box, die in ihren Reviews kundtun, dass sie mit dem Namen "Charon" nichts anfangen können. Google hilft da mit einem Klick. Sich freiwillig öffentlich als dermaßen ungebildet darzustellen und sogar als unwillig, mal kurz wenigstens nachzuschauen, das zeugt schon von erheblichem Mut zur Selbstzufriedenheit, sagen wir's mal so. Gelernt hatten wir in der Schule eh viel zu lange, nicht wahr, nö, so etwas braucht's endlich nicht mehr. Oder so. Naja.

Zur Sache - und wohlgemerkt, dies ist meine persönliche, rein subjektive Meinung. Denn ich weiß jetzt schon, ich werde gehasst werden für das, was folgt.

Die "Charon" ist technisch hervorragend, keine Frage, sie liegt gut in der Hand und wiegt für eine 2-Akku-Box recht wenig. Es gibt an ihr nichts technisch oder haptisch auszusetzen. Aber ihr Design, das erst so richtig mit einem aufgeschraubten Verdampfer sichtbar wird, ist furchtbar schlecht, nein, schlimmer, es ist gar kein Design vorhanden, nein, stimmt auch nicht, noch viel schlimmer, es ist das Gegenteil von Design, die "Charon" ist ein geschmacklicher Fehler. Grafik-Design-Studenten lernen wahrscheinlich im ersten Semester, was hier falsch gemacht worden ist.

1. Die Box kippt im Design zum Verdampfer hin. Viele Boxendesigns sind in dieser Hinsicht fehlerhaft, doch bei der "Charon" fällt es doppelt so stark auf, da

2. das Verhältnis von Breite und Tiefe nicht stimmig ist. Anders zum Beispiel bei der "Predator", derselbe Designfehler aber sie kippt optisch nicht, da die Tiefe im Verhältnis zur Breite ausgewogen ist. Die "Charon müsste entweder schmaler sein oder tiefer.

3. Die beiden oberen Schrauben verleihen der Box den Flair eines Rohbaus. Zum Beispiel hat auch die "Pico" diese beiden oberen Schrauben, doch sie sind bei ihr Teil des Designs. Bei der "Charon" sind sie ohne jede Relation reine technische Haltevorrichtungen: zum Verdampfer hin zu viel Platz, zum rechten Ende hin zu wenig, ihr Abstand zueinander ohne jeden erkennbaren Bezug - wie gesagt, rein technisch platziert. In diesem Fall gehören sie verblendet.

4. Die schräg gewinkelten eckigen Plus- und Minustasten unter dem Display sind der lustige Versuch, der ansonsten boxentypischen strengen Formgebung etwas Auflockerung zu spendieren, doch durch den Winkel wirken die beiden Tasten nun besonders spitz und widersprechen sensationell irrsinnig der extragroßen runden Einfassung des Feuerknopfs, der auch noch durch leichte Fräsungen besonders auf sich aufmerksam macht. Der eine Designversuch zerstört den anderen und beide zusammen sind wie Senf auf Sahnetorte.

Das habe ich doch vorher alles gewusst, warum kaufte ich die Box denn? Weil ich's immer erst richtig sehen kann, wenn das Teil vor mir steht oder ich's in der Hand halte. Aha, ein Argument für ein Offline-Shop. Jep, das stimmt sogar. Übrigens hier gekauft für knapp 37 Euro. Würde ich mir die "Charon" noch einmal kaufen? Ein definitives Nein. Das Teil ist grottenhässlich. Ich glaube, ich nehme sie mit zur Arbeit auf die Baustelle, da passt ihr Aussehen gut und es tut nicht weh, wenn sie Spuren eines robusten Einsatzes abbekommt.

Hier nur mal ein schnelles Foto, überbelichtet und lediglich zur groben Orientierung. Ich habe mir dafür keine Mühe gegeben und einfach zwei weitere Boxen genommen, die gerade auf dem Schreibtisch in Reichweite standen. Technisch sind alle drei Modelle in ihren jeweiligen Leistungsspektren gleich gut:

Gesamtbenotung aus Design, Technik und Haptik: links die neue "Charon": Schulnote 3 (wegen der ansonsten sehr guten Performance) - in der Mitte die "Predator": Schulnote 1 minus - rechts die uralte Ein-Akku-Box "iStick 60" im modifiziertem Design und mit neuer Haptik, ebenso mit erheblichen Gebrauchsspuren versehen, da ich sie so liebe: Schulnote 1.

Nur eine Skizze - klick drauf = großgeskizzt

Mittlerweile besitze ich noch eine Menge anderer Boxen, jede hat Vor- und Nachteile und alle sind vom Design her mehr oder weniger gelungen aber die "Charon" ist die erste Box, die jedem Design entgegensteht, die sich im Aussehen quasi selber negiert.

So, einen schönen Feiertag wünsche ich dir. Solltest du die "Charon" besitzen und mögen, dann tu's mit Stolz und Würde und schimpfe mich ruhig nach Kräften aus.

Dienstag, 23. Mai 2017

Freizeit-Kommando zurück

Halt, Stopp, Kommando zurück! Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: jetzt muss ich doch am Freitag arbeiten. Nunja, der Begriff "arbeiten" bedeutet, dass ich meine Arbeitszeit in der Sonne auf einem bequemen Gartenmöbel lesend verbringen werde und bis auf höchstens einem halben Dutzend osteuropäischer Handwerker keinen weiteren Menschen zu Gesicht bekommen werde. Das ist arbeitsanstrengend schon okay ;-)

Gerade vor wenigen Minuten bin ich nach Hause gekommen und da wartete fröhlich lächelnd, wie es mir schien, das monatliche kleine China-Dampfpäckchen. Das werde ich erst mal in Ruhe auspacken und vielleicht nachher für morgen quasi noch ein Foto knipsen.

Montag, 22. Mai 2017

Kurze Arbeitswoche, lange neue TV-Unterhaltung

Eine tolle Arbeitswoche steht bevor, 3 Tage, eine 3-Tage-Woche. Für den kommenden Freitag ist mein Arbeitsauftrag erwartungsgemäß gecancelt worden (nach Vatertag nicht verwunderlich), so dass ab übermorgen schon wieder frei ist. In diesem Sinne, so hoffe ich, ergeht es dir ähnlich, das Wetter verspricht recht angenehm zu werden, Mensch, was geht's uns gut!

Ansonsten reicht mein gestriger Eintrag auch heute noch als Lesestoff. Auf zwei Tage verteilt ist es nicht zu viel an Inhalt und Text. Apropos Zeit, gestern Abend sah ich rein zufällig die Aufzeichnung von Simons ersten Live-HangOut auf YouTube aus der Nacht zum Sonntag. Zuerst wollte ich nur kurz reinschauen, dann hatte er mich über 3 Stunden lang vor dem Monitor gefesselt. 1-A-Talk-Unterhaltung, der Simon ist ein Pfundskerl mit einer mega-großen Gabe eines ausgewogenen und klugen Entertainments. Ein Naturtalent. Wenn du dich fürs E-Dampfen interessierst, dann schau mal hinein: lehrreich und humorvoll zugleich.

Sonntag, 21. Mai 2017

Kampf gegen Windmühlen

Beim Thema E-Dampf dreht die Welt sich im Kreis; seit etwa einem Monat ist sie erneut am "Anfang" angelangt und es wiederholt sich gegenwärtig alles, was vor ca. 5 Jahren bereits gesagt, geschrieben und gedacht worden war - auch derselbe Unfug, der als solcher längst enttarnt worden war. Zwei Beispiele:

1. In mehreren unterschiedlichen Medienberichten ist von Studien oder Konferenzen bestimmter "Experten" die Rede, in denen als Resultat rhetorisch geschickt aufs Neue der Konjunktiv benutzt wird. Aromen würden das Potential beinhalten, krebserregende Stoffe zu entwickeln. Ja, richtig, genauso wie Brot oder jedes andere Lebensmittel, wenn es falsch verwendet wird. Meist findet ein solcher chemischer Umwandlungsprozess bei einer Verbrennung statt, deshalb benötigen Müllverbrennungsanlagen auch Filter und es ist mittlerweile verboten, die heimischen Gartenabfälle zu verbrennen, auch da niemand kontrollieren kann, ob Nachbar XY zu seinem Grünschnitt seinen Hausmüll hinzugesellt. Wer sein Toastbrot verbrennt, erzeugt krebserregende Stoffe. Nicht essen! Wer seinen Braten verbrennt, bekommt ein Stück Kohle auf den Teller. Da beides ungenießbar ist, kann man sich Warnungen vor den Verzehr verbrannten Essens sparen. Genauso verhält es sich bei verbranntem Aroma bzw. Liquid, es ist so ungenießbar wie verbranntes Toastbrot. Es existieren überdies keine Warnhinweise auf Toastern, Pfannen oder Herdplatten.

Nun, zwar unsinnig aber glaubwürdig wären Warnungen in den Medien, das Liquid zu verbrennen. Dieser Verbrennungsvorgang als Ursache für eine Gefahr wird aber verschwiegen, die E-Dampfgegner wissen genau, dass verbranntes Liquid aufgrund seiner Ungenießbarkeit überhaupt nicht gedampft werden würde, aber trotzdem findet die Tatsache der bloßen Möglichkeit der Umwandlung in krebserregende Stoffe Erwähnung ohne dabei die Voraussetzung einer unsachgemäßen Handhabung zu nennen. Analog wäre das so, als würden "Experten" vor dem Verzehr von Toastbrot warnen, ohne dabei den Zusammenhang einer Verbrennung zu nennen, also Toastbrot sei potentiell gefährlich, auf jeder Toast-Verpackung stünde ein Warnhinweis mit Schockbild. Oder es würde berichtet, der Sonntagsbraten sei potentiell gefährlich. Der Halbsatz, "wenn er verbrannt wird" verschwände einfach. Undenkbar. Beim Liquid jedoch Realität. Schon suggeriert diese Meldung für den E-Dampf-Unkundigen eine Gefahr. Dieser Vorgang nennt sich Rhetorik.

Zum letzten Mal war das 2013/2014 in den Medien vermehrt zu lesen, die Menschen wurden durch die E-Dampf-Community aufgeklärt und diese Jahrmarkts-Trickserei verschwand aus der Öffentlichkeit. Neuerdings kehrt dieselbe Rhetorik zurück.

2. Nikotin galt Jahrzehnte als "Nervengift" und Suchtstoff, bevor die wissenschaftliche Aufklärung zumindest in Fachkreisen dafür gesorgt hat, dass man erkannte, dass Nikotin einzeln betrachtet und Nikotin in Verbindung mit Tabak ein unterschiedliches Paar Schuhe darstellt. Nikotin ist weder krebserregend, noch gesundheitlich bedenklich, es gleicht als Stimulanz am ehesten dem Koffein. Es existiert keine Nikotinsucht, es gibt keine Sucht nach Nikotinplaster oder dergleichen, wohl aber eine Tabaksucht. Die tödliche Dosis Nikotin ist sogar für einen Selbstmörder nicht praktikabel und man kann sich unbedenklich in eine Badewanne voller hochdosierter Nikotin-Base legen, die Haut nimmt zeitlich begrenzt nur eine bestimmte Menge Nikotin auf, für einen Selbstmord reicht das nicht, du müsstest tagelang in einem Nikotinsee schwimmen und darin ertrinken; das dauert den Selbstmördern verständlicherweise viel zu lange.

Durch die nationale Umsetzung im Tabakerzeugnisgesetz der europäischen Richtlinie ("TPD II") bestimmt nun Deutschland eine Verschärfung der Mengenbeschränkung der Nikotin-Basen und der fertigen Liquids auf maximal 20 mg Nikotin pro ml Flüssigkeit, die dann nur noch in Flaschen von höchstens 10 ml abgefüllt in den Verkauf gebracht werden dürfen. Diese Reglung wurde mitten im Aufklärungsprozess über die relative Harmlosigkeit des Nikotins getroffen, völlig willkürlich von Bürokraten ohne fachliche Begründung, und sie gilt seit gestern.

Durch diese kleinen 10-ml-Flaschen wird nun ebenfalls suggeriert, dass es sich bei Nikotin um einen gefährlichen Stoff handeln würde. Schon beginnt erneut die Kreisbewegung und in vielen Foren, Medienberichten usw. wird vor dem gefährlichen Nikotin gewarnt. Exakt wie um 2013, als es noch hieß, dass Schutzhandschuhe und Gesichtsmaske beim Selbstmischen zu tragen seien. Menschen vergessen Fakten aber ihre irrationalen Ängste bleiben in den Köpfen hängen. Die Begrenzung auf unpraktikable 10-ml-Fläschchen für Nikotinbasen ist wieder ein Trick, den verängstigten uninformierten Normal-Bürgern indirekt eine Gefahr weiszumachen, denn WC-Reiniger zum Beispiel ist wirklich gefährlicher als unbedenkliches E-Dampf-Nikotin-Liquid aber wird nicht in 10-ml-Fläschchen abgefüllt. Also denkt der Nomal-Bürger (leider auch zunehmend mehr E-Dampferinnen und E-Dampfer, die werden nämlich auch nicht informiert geboren), es müsse ja Nikotin gefährlicher als WC-Reiniger sein, sonst würde "die Regierung" diese Art des Umgangs schließlich nicht fordern. Schon wird aus dem vergleichsweise harmlosen Stoff Nikotin wieder ein gefährliches Gift.

Und wir drehen uns munter im Kreis, alles wie gehabt, der Kampf gegen die unsinnige Maßnahme der EU-weiten 10-ml-Abfüllung beginnt ab heute aufs Neue mit der Information und Aufklärung gegen die Verteuflung des Nikotins.

Dass jetzt alle Menschen statt eines Liters nikotinhaltiger Basis zum selben Preis 100 kleine 10-ml-Plastikflaschen kaufen, dafür müssen andere Kreaturen in den Ozeanen mit ihrem Leben bezahlen. Sie verschlucken nämlich unseren Plastikmüll, da sie irrtümlich dabei von Nahrung ausgehen und dann elendig daran verenden.

Aber das ist uns scheinbar völlig egal, es wird sogar wieder modern, sich über Naturschützer lustig zu machen. "Uns egal"? Ja, die Politik, die Regierung wird von uns gewählt und handelt in unserem Auftrag. Wir müssen also alle wieder verstärkt Aufklärungsarbeit leisten und darüber hinaus zivilen Ungehorsam zeigen. Die Windmühle dreht sich, dreht und dreht sich immerfort. Wir reiten auf klapprigen Gäulen dagegen an: Auf! Rosinante, trabe voran!

Freitag, 19. Mai 2017

"Fargo"; 3. Staffel, Zwischenbilanz

Naja, Folge 5 von 10, und ich wage mal eine kurze Zwischenbilanz: die 3. Staffel von "Fargo" kommt nicht im Entferntesten an die ersten beiden heran. Die Handlung verläuft ziemlich eindimensional, es ist zwar dieselbe Atmosphäre wie in den beiden anderen Staffeln spürbar, doch der Esprit fehlt, es werden stets Anläufe unternommen, Versprechen gemacht aber nichts geschieht. Man könne diese 5 Folgen auch als einen langgezogenen Kaugummi betrachten, dem durch die viele Weichkauerei bereits das Aroma verloren gegangen ist. Fade und allein versehen mit der bloßen Erinnerung an den anfänglichen Geschmack. Ich bezweifle, dass hier kommende, besonders überraschende Entwicklungen die festgefahrene Karre aus dem Sand ziehen werden, bzw. dass sie's werden können. Aber schaun wir mal, für ein endgültiges Urteil ist die Hälfte der Serie noch zu früh. Durchweg klasse ist die Musik; das reicht allerdings nicht, es muss jetzt richtig etwas "fargomäßiges" geboten werden.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Aktuelle Lektüre

Momentan lese ich auf Arbeit (was ist das für eine Arbeit, auf der man lesen kann? Tja, irgendeinen Vorteil muss ich ja auch mal genießen können), "Der erste Sohn" von Philipp Meyer. Fesselnd und interessant. "Der Spiegel" macht in seiner Rezension mal wieder ein dämliches Fass auf, ist alles typisches Spiegel-Blabla, Vorwürfe ohne Belege usw., glaube mir, der Roman ist gut übersetzt und packend, das könnte er andernfalls nicht sein. Die Geschichte reizte mich wegen der begonnenen TV-Serie "The Son"; ich schaute also mal in die halblegale Datenbank und siehe da, eine passende "epub-Datei" für meinen E-Reader war vorhanden.

Bis morgen dann in alter Frische. Irgendwas wollte ich jetzt aber noch sagen schreiben ... vergessen. Hachja.