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Donnerstag, 23. November 2017

E-Pfeife "F-30" überzeugt auf ganzer Linie

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Falls du diese wunderbare Pfeife in China bestellst, gibt es ein Überraschungspäckchen: Farbton und Maserung variieren deutch (noch mehr als auf den Fotos sichtbar, du weißt ja, ich und Fotografieren …). Jedenfalls sind die Variationen gleich schön, ich könnte mich für keine entscheiden. Gut also, beide zu besitzen :-)

Beide? *räusperndeshüsterchen* Bis heute habe ich 4 dieser Pfeifen und es ist noch ein China-Päckchen unterwegs. Warum denn so viele, in Gottes Namen?

Sie haben mich im Alltag überzeugt. 4 dieser "F-30-Pfeifen" kosten genau so viel wie seinerzeit in Deutschland eine einzige der hundsmiserablen "Smok-Pfeifen". Es gibt zwar an der "F-30" auch kleinere Nachteile, sie machen mir aber nichts aus (die Leistungsangabe stimmt definitiv nicht, sie feuert erheblich unter den Werten ihrer Anzeige. Na und? Stelle ich sie einfach höher). Von der Qualität des Akkus muss man sich zukünftig wahrscheinlich auch eher überraschen lassen, ich bin ziemlich sicher, dass sie bei zukünftigen Modellen ebenso fantasievoll variieren wird, noch allerdings stimmen die Angaben des Herstellers beinahe punktgenau, was selten so der Fall ist. Zwei Akkus habe ich mal nachgemessen (siehe hier unter "Nachtrag"). Mit dieser Kapazität bin ich durchaus einverstanden, damit lässt sich prima ein paar Stündchen genüsslich dampfen (und bei mir DTL um die 23 "echte" Watt ca. 4 bis 6 ml Liquid verdampfen). Übrigens findet der Verkauf der "F-30" wie ganz früher mit der Ware bei Aldi statt: der günstige Preis von 20 Euro kommt deshalb zustande, indem auf Werbe-Verpackung, Gebrauchsanleitung und jegliche Zugaben verzichtet wird; der Pfeifenkorpus wird beim Versenden einfach nur in eine dünne Plastikfolie gewickelt und in einen gefütterten Briefumschlag gesteckt - kein Karton, keine Umverpackung oder dergleichen. Aber alle Pfeifen kamen unversehrt an, nicht ein Kratzer. Ob sie im Set inklusive Verdampfer anders versendet werden, weiß ich nicht (ich brauche so etwas nicht, da nach 4 bis 5 Jahren E-Dampfen geeignete Verdampfer en masse zu Hause vorhanden sind).

Jetzt kann ich also neben den normalen E-Dampf-Geräten, täglich zwischendurch auch wieder zwei tolle handschmeichelnde Pfeifen benutzen und weiß, dass zwei weitere als Reserve in der Schublade liegen (so etwas nennt man dann ein pathologisches Suchtverhalten, hervorgerufen durch eine massive Infektion des HWVs). Macht nix, denn die krankmachende Enttäuschung durch die auseinandergerissene Smok-Pfeife und die "Durststrecke" danach, stets auf schlechtere oder ungeliebte Pfeifen ausweichen zu müssen, möchte ich halt nicht unbedingt noch mal erleben müssen.

Schönen Donnerstag! Und falls es dir zu langweilig war, wieder mit dem Thema E-Dampfen belästigt worden zu sein - hachja, dann entschuldige ich mich mal pro forma.

Mittwoch, 22. November 2017

Dumm gelaufen

Wenn ich keinen Nachtdienst habe, also nicht fort bin, bleibe ich nachts zu Hause ebenfalls immer wach und gehe erst vormittags zu Bett. Immer, seit Jahren, seit Jahrzehnten, lebenslang. Biologischer Rhythmus, Nachtmensch und so weiter. Nur ganz selten, nachdem ich meist Tag, Nacht und den folgenden Tag wach war, schlafe ich nachts ein; hauptsächlich im Fernsehsessel, wirklich nur wie ein Lottogewinn so selten im Bett. Genau das war letzte Nacht ab 2 Uhr der Fall. Wenn ich dann schlafe, kann um mich herum die Welt zusammenbrechen, davon bekäme ich nichts mit. Und was geschah letzte Nacht?

Ausgerechnet gegen 3 Uhr in der Tiefschlafphase, ach was, in der Zeit einer komatösen Bewusstlosigkeit, rief die Hausnotrufzentrale mich erfolglos an. Sie rief auch meine Nichte im selben Haus in ihrer Wohnung an, doch - wie könnte es anders sein? - ausnahmsweise in dieser Nacht lag ihr Handy nicht in Hörweite. Ein Mitarbeiter kam somit extra hierher (wir wohnen außerhalb beinahe jeder Zivilisation auf dem Land). Was war geschehen? Mutter war in ihrer Wohnung (ebenfalls im selben Haus) mal wieder gefallen, es ist ihr aber nichts geschehen. Hilflos halt.

Was mich daran so ungemein ärgert, ist nicht Mutters Missgeschick, natürlich nicht, dafür ist der Notruf ja da, sind auch nicht die Kosten für den Einsatz, sie betragen "nur" um die 100 Euro, sondern dass ich wirklich immer, immer, immer wach bin und nur in dieser einzigen Nacht im Bett lag und schlief. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr mich das ärgert.

Jetzt werde ich mal googeln, ob es vielleicht eine externe Telefonsirene gibt, die ich an den Router anschließen kann und von der sogar die Kühe im Nachbarhof in ihren Ställen wach werden und hysterisch zu muhen beginnen. Guten Morgen derweil. Schon gefrühstückt? Noch ist die Milch nicht sauer.

Dienstag, 21. November 2017

Serienkritik "The Punisher"

13 Folgen "The Punisher" liegen im Köcher, nach der 3. Folge breche ich die Serie definitiv ab und lösche alle Folgen. Warum?

Zelebrierte Brutalität, unerträgliches Machogehabe und ein Frauenbild, wie es aus Porno-Clips bekannt ist, bestimmen diese Serie. Noch dazu verfestigt sich mein Eindruck, dass "The Punisher" hauptsächlich für arabische Einwanderer in die USA gedreht worden ist: Stereotypen, in ihrer Darstellung beinahe schon rassistisch ausgewählt, schwarz-weiß in ihren Handlungen und archaisch in den männlichen Gewaltfantasien. Sie lassen dabei keinen Raum für Kommunikation oder Konfliktlösung außerhalb der Orgien der Gewalt. All das wird cineastisch zu einem Brei für den klassischen Unterschichten-Zuschauer gerührt. Die rauschhafte Begeisterung, mit der die Serie dennoch im Netz gehypt wird, verstehe ich nicht. Es muss wohl so sein, dass eine beträchtliche Anzahl junger Männer hierzulande existiert, die sich dermaßen minderwertig, minderbemittelt, unverstanden und unfähig für den eigenen Ausdruck sieht, dass sie solch eine Art tumber Brutalität allein ihrer selbst willen feiert - und damit meine ich beide Typen gleichermaßen, Einheimische sowie jene mit Migrationshintergrund, die gemeinsam in der westlichen Kultur leben aber nichts mit ihr anzufangen wissen.

Natürlich ist klar, diese jungen Männer sind allesamt auch Marktanteile der Wirtschaft; sie werden benutzt, ohne es überhaupt zu bemerken, denn die Produzenten haben "The Punisher" nicht der Kultur wegen erschaffen oder weil sie eine gesellschaftliche Diskussion anstoßen wollen (so etwas wird oft im Nachhinein als Alibi geäußert), sondern sie wollen damit Geld verdienen. Und dass sie es mit diesem obsessiven Götzen Brutalität machen, zeigt, dass ihre Marktforschung von einem ausreichend großen Potential unzufriedener, sich von der Gesellschaft ausgestoßen fühlender und von der Gewalt faszinierter Menschen ausgeht. "The Punisher" ist also zwar einerseits Serienschrott, einer B-Serie wahrhaftig würdig, sie ist andererseits aber ein beängstigendes Spiegelbild unserer insgesamt zunehmend verrohenden Gesellschaft. Wer damit klarkommt, bitteschön, angenehme Unterhaltung wünsche ich. Meine Welt ist das jedenfalls nicht, war es nie und wird es auch niemals werden.

Montag, 20. November 2017

Wiederholung? Oder ein Ruck geht durchs Land

Jetzt könnte ich schreiben: "alles wiederholt sich". Nein, nein, ich meine momentan gar nicht die Politik und die gescheiterten Sondierungen, sondern die Situation letzten Montag bei mir zu Hause: "Warten auf die Müllabfuhr". Denn ganau das ist gerade wieder der Fall.

Und doch wiederholen sich Ereignisse nie so ganz, denn erstens ist die Flasche heute nicht leer, im Gegenteil: ausgeschlafen und voll (virtuellem) Tatendrang erwarte ich heute und in den nächsten Tagen bzw. Wochen den Untergang unseres Landes, sollte man den dämlichen Sensationsmeldungen der Medien Glauben schenken, und zweitens nehme ich meine Schimpftirade auf die FDP hier und heute reumütig aber frohen Mutes zurück und behaupte das genaue Gegenteil: gut gemacht, liebe FDP, um nicht zu sagen, das war exzellent, Herr Kubicki und Herr Lindner.

Schaun wir mal gelassen auf die Welle all der Hysterie, die in den nächsten Tagen in Äußerungen von A-, B- und C-Politikern und in gleicher Weise natürlich ebensolcher Journalisten, Journalistinnen und Promis, gleich welcher Art, auf uns zurollt. Es bewegt sich etwas im Lande, und das kann nur positiv bewertet werden.

Einen gut gelaunten Wochenstart in eine meteorologisch recht milde Woche wünsche ich dir.

Samstag, 18. November 2017

Winterelf

Wenn du dieser Tage nachts um 3 Uhr bei Gegenlicht in den Fahrrad-Rückspiegel blickst und so etwas siehst, dann hast du einen Winterelf entdeckt :-)

Als ich gestern Abend in voller Montur an der Haustür meiner Nichte klingelte, stellte sie mich so jedenfalls ihrer zweijährigen Tochter vor, die mich aus gebührendem Abstand mit riesigen Kulleraugen ängstlich und neugierig zugleich bestaunte: "Guck, das ist ein Winterelf". 

12 Stunden nur draußen mit dem Rad in der Kälte - und trotzdem fand ich's gut, vor allen Dingen jetzt gerade in der warmen Stube. Diese Wechsel erinnern mich jedes mal ans Wesentliche: Wärme und Genuss. Alles andere resultiert doch daraus, nicht wahr?

Freitag, 17. November 2017

Zwei Nachtschichten

So, ich verabschiede mich wieder für die nächsten beiden Tage. Zwei Mammut-Nachtschicht stehen an: zuerst eine nette und dann die (auch nicht üble) der Arbeit. Für die nette fand das Wettrennen statt, dessen Verlauf du auf dem linken Bild siehst. Darauf bin ich sehr gespannt. Nachdem mir die 1. Staffel "Start Up" vor beinahe genau einem Jahr so außerordentlich gut gefallen hat, sind die Erwartungen an die neue 2. Staffel naturgemäß jetzt ziemlich hoch. Ich werde berichten.

Derweil wünsche ich dir einen angenehmen Start ins Wochenende: haste's geschafft, die Woche ist endlich rum.

Donnerstag, 16. November 2017

Ihr habt uns doch gewählt

Jetzt könntest du zu recht sagen, ich sei strunznaiv, ausgerechnet den Herren Kubicki und Lindner vor der Wahl Glauben geschenkt zu haben. Sagen wir mal so, Glaube ist zwar für die Kirche, meine naive Persönlichkeit WOLLTE ihnen aber trotzdem glauben. Und nu'? Verpufft wie der heilige Geist. Die im Grundton ihrer Überzeugung geäußerten Wahlversprechen sind bereits während der Sondierungen Makulatur, mal wieder. Verehrte Hass-Liebe-FDP, ich bin nun zum zweiten Mal in meinem Leben auf dich hereingefallen. Aber glaube meiner neuen Kirche: jetzt nie, nie, nie mehr! Amen. [edit, 20.11.17: ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil]

Noch einen Satz (ein Set ^^) zur Politik, dann höre ich schon auf.

Was würdest du sagen, wenn jemand mit abgebrochenem Studium und ohne einen Beruf gelernt zu haben Bundesminister werden will? Okay, wäre im Prinzip doch gar nicht so schlimm, hatten wir längst, man denke nur an den Spritkopp, den Außenminister Fischer. Wenn aber ein Ungelernter bzw. eine Ungelernte (früher nannte man das Hilfsarbeiter), also jemand ohne jede Ausbildung, ausgerechnet Arbeitsministerin wird, dann spätestens sollten wir alle, wie auch ich Naivling, bemerken, dass es bei der Regierungsbesetzung um eine reine Theateraufführung geht. Es scheint nun so, als würde KGE (Katrin Göring-Eckardt) diesen Posten bekommen. Wenn das der Spiegel der Gesellschaft ist, … na dann Prost. Wir sind alle, was wir glauben, zu sein. Realität? Pah! Feier, Fete, Party! "Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen ... und die erste und die zweite Hypothek".

KGE steht in einer Reihe mit KTG (du weißt schon, der Schein-Dottore) und dem "Berufspolitiker" Nils Annen (wobei der sich mittlerweile wenigstens unauffällig im SPD-Parteipräsidium im Hintergrund aufhält), sie stehen für eine Republik, in der der Schein wichtiger ist als das Sein; Blender als Vorbilder. Ein riesengroßer Bluff.

Tja, und das war also mein "Wort zum Donnerstag"; dummerweise hatte ich mal ausführlich die News gelesen, zu viel Freizeit halt gerade, du siehst, die bekommt auch mir nicht. Neuwahlen? Ja bitte, unbedingt! Schlimmer kann's nicht kommen, denn wenn eh alles egal ist, ist alles egal.