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Mittwoch, 21. Februar 2018

Frühstücks-Rant

Haha, er nu' wieder: seine Empfehlung ist die absolute Anti-Empfehlung für die SPD-Mitglieder. Wenn er wüsste oder auch nur ahnte, wie verhasst er mittlerweile als Zerstörer seiner Partei innerhalb der SPD ist, dann würde er eher das Gegenteil dessen empfehlen, was er möchte, nur um eine in seinem Sinne getroffene Trotz-Entscheidung herbeizuführen. Tja, Schröderli, mit Basta-Politik funktioniert’s heute nicht mehr, gell? Und das ist auch gut so. Charakterlose korrupte Marionetten gibt es zwar immer noch zuhauf, doch manche haben die Feder einfach längst überdreht. Da entsteht kein Schwung mehr, nur noch bröselnder Rost.

Guten Morgen derweil an die Genossinnen und Genossen der sterbenden SPD. Es ist völlig egal, wie ihr euch entscheidet, spätestens in 4 Jahren seid ihr eine Splitterpartei. Es wird höchste Zeit, eure Pöstchen und Positionen woanders zu suchen. Hoffentlich gibt sie euch niemand; dann könnt ihr ja Hartz-IV beantragen.

Und dir, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich genauso viel Vergnügen am heutigen Mittwochmorgen: ranten am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Dienstag, 20. Februar 2018

An- und Entspannung

Herrje, es ist schon kräftezehrend, sogar ohne anstrengende Arbeit, sich allein bei solchen Minus-Temperaturen stundenlang des Nachts draußen aufzuhalten. Eine Nacht geht prima, zwei sind anstrengend, drei werden zur Plackerei und ab vier wird’s zur elenden Mühsal. Ich meine den durchgehenden Aufenthalt im Freien ohne sich auch nur eine Minute irgendwo aufzuwärmen.

Andererseits verwandelt sich dieselbe Tätigkeit bei milden Temperaturen von einer Nacht der wohltuenden Auszeit bis hin zu einer bezahlten Kur, die der Seele zum gesunden Atmen verhilft, die den Geist aus zu engen Räumen befreit und die das innere Auge vortrefflich sehen und erkennen lässt, was anderntags nur verschwommen erahnt werden kann. Wie war das noch mal mit den Dingen des Lebens, die immerzu mindestens zwei Seiten haben? Die Notwendigkeit der Erholung ist wohl den fortschreitenden Jahren und Jahrzehnten geschuldet - wieder andererseits: selbst sie wird am Ende zu einem unbezahlbaren Genuss, den junge konstitutionell kräftige Menschen hierbei noch längst nicht empfänden und sich quasi viel mehr anstrengen müssen, bevor sie dieselbe wohlige Phase der Regeneration erleben können. Hat alles seine Vor- und Nachteile, nicht wahr, kommt halt nur darauf an, wie man's betrachtet.

In diesem Sinne sitze ich gegenwärtig vor der Serien-Glotze und erbaue mich an der überraschend guten, um nicht zu sagen, ausgesprochen hervorragenden belgisch-französischen Serie "Black Spot". Mehr dazu also später, von acht Teilen habe ich gerade erst mal zwei gesehen. Bis jetzt volle Bewertungspunktzahl.

Und was ich auch noch empfehlen kann, das ist tatsächlich der letzte "Tatort". Den sah ich zwar nicht am Sonntag, doch er lässt sich prima im Netz herunterladen. Es ist kein typischer "Tatort", keine Bange, "Meta", so sein Titel, ist eine Mischung vielleicht aus Groteske und Hommage ans Kino, schwer zu klassifizieren. Jedenfalls keine Sekunde Langeweile, vergnügliche anderthalb Stunden und höchst geistreiche Unterhaltung. Klar, untypisch für diese TV-Reihe, diesmal aber wirklich sehenswert.

Bis morgen, gehab dich wohl.

Sonntag, 18. Februar 2018

Nation oder Heimat?

Heute mal nur so ein paar planlose Gedanken, die mir bei der Lektüre von Gerds Artikel "Wer ist Deutscher?" durch den Kopf gegangen waren, die ich sodann dort spontan kommentiert hatte und die ich jetzt ein klein wenig korrigiert und modifiziert wiederhole.

Man kann sein Deutschsein nur persönlich bestimmen. Ein Beispiel: ich bin Rheinländer und liebe meine Heimat. Ich liebe den Niederrhein, an dem ich aufgewachsen bin. Dazu gehören die Ebenen, der Nebel, auch der dunkle diesig-depressive Herbst und die Sturköppe. Es sind dieselben Landschaften und es ist derselbe Menschenschlag wie jenseits der Grenze zu Belgien und Holland. Ich liebe die flache Landschaft und das Leben nahe Maas und Rhein. Man spricht dort ähnlich, denkt ähnlich, isst ähnlich, fühlt ähnlich – zu Hause ist abseits von Ländergrenzen.

Die Rheinländer sind ein Multikulti-Volk. In ihnen fließt das Blut aus allen Ethnien Europas, die sich im Rheinland der Vergangenheit und Gegenwart ein Stelldichein gaben und geben. Politisch wollten viele Mächte, Nationen und Regierungen sie beherrschen, doch der Rheinländer ist zu erfahren, zu klug, um sich fest zu binden. Zwar war er den Franzosen und den Römern genauso untertan wie den Preußen oder allen gemeinsam quasi abwechselnd nacheinander, doch da ihre jeweiligen Grenzen nur wabernden Linien entsprachen, und da die Machtzentralen stets weit entfernt lagen, besaßen sie nie besondere Bedeutung. Der Niederrhein ist das genaue Gegenteil einer Nation und das sogar trotz Goebbels Herkunft und der peinlichen Verirrung Rheydts in einem nationalen Rausch.

Die Rheinländer sind selbst in ihrem katholischen Glauben grenzenlos liberal: es gab und gibt nichts, keine Dogmen oder Regeln, die nicht in aller ehrwürdigen Frömmigkeit kostümiert, gedehnt, gestreckt oder kreativ ausgelegt werden könnten. So etwas macht die Menschen ziemlich immun gegen Ideologien jeglicher Couleur.

Das ist also mein persönliches Deutschland, meine Heimat, die allerdings südlich von Düsseldorf und östlich des Rheins bereits ihre imaginären Tore in die Fremde öffnet – das Deutschland dahinter ist zweite Heimat, ist Sprachverbundenheit oder kulturell kompatibel, doch werde ich dort immer nur fremd in der eigenen Nation sein, Ausweispapiere hin oder her, allein voller Sehnsucht nach der Heimat.

Der Begriff der Nation ist für mich nicht definierbar. Ich fühle mich allen friedliebenden Menschen auf der ganzen Welt verbunden, bin in meinen Gedanken ein agnostischer Kosmopolit, doch die Liebe meines Herzens gehört der persönlichen Heimat. Andernfalls hätte ich längst genug Gründe gehabt, auszuwandern. Emigration ist aber kein Kinderspiel – sie bedeutet allzeit ein gebrochenes Herz im Exil. Nicht wegen der fehlenden Nation, sondern wegen der verlorenen Heimat.

Samstag, 17. Februar 2018

Zweierlei Maß

Beides geschmacklos, keine Frage, darüber brauchen wir nicht eine Silbe zu verlieren, doch mir geht es hier und jetzt um die mediale Berichterstattung und die erstaunlich unterschiedliche Bewertung. Bei der ersten Äußerung schalten sich hohe Regierungskreise ein und betonen, diese Beleidigung sei selbstverständlich durch die Meinungsfreiheit gedeckt, bei der zweiten schimpft hingegen der SPD-Bundespräsident von Hetze und gleich mehrere Anzeigen werden erstattet. Sprachlich sind beide Äußerungen identischer Müll, ihr Kontext ist ebenfalls gleich (Rede zum politischen Aschermittwoch bzw. politische Comedy im ZDF), so dass mediale Über- oder Unterbewertungen nichts weiteres sind als Versuche, die träge Herde der Bürger politisch zu beeinflussen. Medien (allen voran ARD und ZDF) werden damit zu politischen Akteuren, sie betreiben schlechten Journalismus* und wir bezahlen sie auch noch dafür.
* Hanns Joachim Friedrichs: "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört."

Nur mal so, das fiel mir heute halt auf. Ansonsten gibt’s kaum Neues. Außer vielleicht, dass die bestellte DVD nach nicht mal 24 Stunden hier bereits angekommen war und ich gerade dabei bin, "Olive Kitteridge" ein zweites Mal anzuschauen. Das zweierlei Maß der Bildkompression zwischen online gerade so vetretbar, anschließend interpoliert fürs große TV-Gerät, und den von Haus aus großzügig bemessenen Dateien auf den beiden DVDs ist schon sehr bemerkenswert. Was schlussendlich zu einem Genuss sondergleichen dieses wunderbaren langen Films führt.

Freitag, 16. Februar 2018

Der politische Freitag

Nach dem gestrigen Titel "Nasales" böte sich heute "Nahles" geradezu an, nicht wahr? Doch ich möchte wirklich nicht nachtreten, zumal hier im Blog schon seit Jahr und Tag viel zum Sinkflug der SPD gesagt worden ist.

Das größte Problem in Deutschland und West-Europa ist nun mal die schleichende Islamisierung, die wie überall auf der Welt jede noch so erstrebenswerte multikulturelle Gesellschaft erstickt und am Ende nur wüstenartige Leere, Angst und Gewalt hinterlässt. Darauf findet die westeuropäische Politik kaum Antworten. Der Islam ist der Feind jeden freien Denkens (wie es das Christentum auch mal war). Es dauert aber, bis dass dies von der Mehrheit der Bevölkerung erkannt wird. Noch glauben zu viele Leute, er sei ein gleichwertiger Teil einer multikulturellen Gemeinschaft; diese Sicht wird sich erst dann ändern, wenn die kulturelle Vielfalt in Deutschland (also Menschen aus aller Welt in unserem Lande) leider mehr und mehr verschwunden sein wird (sie ziehen weg) und Einwanderer aus islamfremden Kulturen von vornherein Deutschland meiden und lieber woandershin ziehen. Nein, es ist kein Islam-Hass, den ich hier predige, sondern es ist meine Liebe für eine bunte multikulturelle Welt in unserem Land, der ich Ausdruck verleihe, zu der natürlich auch der Islam gehört, aber es ist gleichfalls die Sorge vor der Zerstörung dieser bunten Vielfalt bei einem zu großen Anteil einer nicht dialogbereiten, integrationsunwilligen und sich evolutionär im Mittelalter befindlichen Bevölkerungsschicht. Multikulti bedingt eine gewisse (auch quantitative) Ausgewogenheit. In dieser Themaktik ist wieder die USA als Leitkultur mein unbedingtes Vorbild.

Trägt unsere Politik diesen berechtigten Sorgen der Bevölkerung nicht Rechnung, wird sie abgewählt, so einfach ist das. Der Niedergang der SPD ist hierbei lediglich der Anfang. Das faktisch multikulturelle Europa wird sich unser einseitiges und von Merkel geführtes Deutschland als treibende Kraft nicht mehr lange gefallen lassen. Die Wirtschaft wird wahrscheinlich hierbei für uns ausschlaggebend werden: es braucht bei einer ihrer typischen und systembedingten Auf- und Abwärtsbewegungen bloß die erwartete temporäre Verschlechterung einzutreten, und die politische Welt, wie wir sie kennen, gehört der Vergangenheit an. Ihre Abwahl geschieht dann so plötzlich, schnell und deutlich, dass man's kaum für möglich gehalten hätte.

Bürgerkrieg in Deutschland oder Europa? Sicher nicht. Es ist viel eher wie ein Pendel, das, hat es seinen Scheitelpunkt erreicht, mit aller energetischen Wucht in die entgegengesetzte Richtung schwingt. Es ist letztlich das Wesen der Demokratie.

Sorry für den heutigen Politik-Eintrag. Doch wer bin ich denn, es anders als die meisten Menschen zu machen, die heute, nach den gestrigen Ergebnissen, dieses Thema umtreibt? Somit wünsche ich dir einen erkenntnisreichen und daher auch angenehmen politischen Freitag.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Nasales

Es gibt momentan absolut nichts Neues. Kein Foto, das interessant sein könnte, kein Ereignis, das erwähnenswert wäre, weder aus meinem persönlichen Umfeld noch darüber hinaus. Keine Notwendigkeit für Gejammer, nichts zu Jubilieren. Mit der Einschränkung meiner Kenntnis natürlich. Irgendwo auf der Welt oder vielleicht sogar in der direkten Nachbarschaft finden möglicherweise Katastrophen, Mord und Totschlag statt oder gegenteilige glückliche Momente, in denen vielleicht gerade ein neues Leben das Licht der Welt erblickt. Absolut einschneidende, wichtige und überaus erwähnenswerte Ereignisse wären das - doch wie gesagt, im Augenblick ist weder vom einen noch vom anderen Geschehnis etwas erkennbar. Entweder ist die Umgebung ruhig oder meine Sensorik versagt (Blindheit), jedenfalls ist das Ergebnis fürs Tagebuch identisch: nichts, null, niente. Wie heißt es so schön: "Besser eine schiefe Nase als gar keine".