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Montag, 11. Dezember 2017

Gammeltage (Plural)

Tja, was soll angesichts des Schmuddelwetters und noch ein paar freier Tage ein einzelner Gammeltag denn großartig bewirken? Er stünde allein und verloren da in der Geschichte Tausender Lebenstage. Kann oder darf ich so grausam sein, diese Einsamkeit sehenden Auges zuzulassen? Da gönne ich ihm doch gerne ein wenig Gesellschaft, nicht wahr. Als Humanist fordere ich geradezu dazu auf, diese wichtige kulturelle Errungenschaft (und des als Begriff sogar in den Duden aufgenommenen Gammeltags) nach Kräften zu unterstützen und ihre Verbreitung zu fördern, wo es nur geht.

Bis dahin, ich wünsche dir viel Solidarität deines Gammelwesens, genieße, wenn und wo es dir möglich ist, jeden einzelnen Tag.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Serientipp: "The Crown", 1. und 2. Staffel

Die zweite Staffel der Serie "The Crown" finde ich fast ebenso gut wie die erste - bis auf die beginnenden drei Folgen. Sie sind Soap und langgestreckte Banalität, die mich am Ende der dritten Folge sogar darüber nachdenken ließen, das Anschauen der Serie eventuell zu beenden, doch dann wird ab Folge 4 alles wieder gut. Die letzte Folge Nummer 10 ist ein klein wenig "experimentell", würde ich meinen, also ich kann's gar nicht in Worte fassen, es herrscht ein eigentümliches Klima vor, nicht schlecht, eher interessant. Alles in Allem ist diese zweite Staffel "The Crown" (bestehend aus jeweils einstündigen Folgen) erneut eine unterhaltsame überdurchschnittlich gelungene Serie. Das Beste ist zweifellos das herausragende Können der Schauspielerin Claire Foy als Königin Elisabeth, die es tatsächlich hinbekommt, Gedanken bzw. unausgesprochene Sätze allein durch ihr facettenreiches Spiel der Mimik und ihre damit korrespondierenden Blicke auszudrücken. Auch führt sie den allmählichen Alterungsprozess durch ihre Körpersprache überzeugend vor. Überhaupt ist die Serie ganz auf Claire Foy als Mittelpunkt ausgerichtet und wird von ihrem Schauspiel getragen; alle anderen Figuren verblassen angesichts der großartigen Darstellung. Nun gut, es muss bei einer Serie, in der ein einzelner Mensch im Mittelpunkt steht und sich alles andere um ihn herum abspielt, schließlich so sein, doch die Wahl Claire Foys für eben diese zentrale Rolle lässt die Serie förmlich ungeschminkt glänzen.

Samstag, 9. Dezember 2017

Gammeltag

Heute herrscht weit und breit, in- und auswendig, allerorten, allenthalben, allerenden, kreuz und quer, nah und fern der Gammeltag vor ("na, das ist ja mal was ganz Neues"). Und ... Trommelwirbel! Tusch! Die komplette 2. Staffel von "The Crown" liegt anschaubereit im USB-Stick, der wiederum am Rechner längst eingesteckt und mächtig unter Strom stehend schon schrecklich ungeduldig allein auf den entscheidenden Mausklick von mir wartet. Wer wäre ich denn, ihn absichtlich an seinem triebhaften aber um so natürlicheren Drang eines wunderbaren Spiels zu hindern?

In diesem Sinne: einen angenehmen Samstag wünsche ich.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Wetterwechsel

Schade, dass wir uns noch mit einer Merkel, und viel schlimmer, mit dem unerträglichen Gabriel abfinden müssen, für dessen Äußerungen ich mich bereits mehr als ein Mal geschämt habe. Wenn sie im Namen Deutschlands sprechen, geschieht dies absolut und ausdrücklich nicht in meinem Namen, denn ich freue mich ungemein für Israel.

So, Themenwechsel. Was sagt eigentlich meine Wette für den Abend? Dumm gelaufen, das Regengebiet zieht nicht schneller, sondern langsamer als vorgestern erwartet. Das bedeutet vier Stunden Regenaufenthalt im Freien. So spare ich den Badetag :-)


 Bis übermorgen dann, bleib trocken und halt die Ohren steif.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Zwei gute Tage

Es existieren heute noch etliche Zig Medieneinträge bei Google zu der skandalösen Verurteilung Michael Stürzenbergers vor dem Amtsgericht München. Alle Medien berichteten seinerzeit darüber mit Genugtuung und fettgedruckten Titeln. Heute, also bis jetzt kurz nach Mitternacht, existiert nur ein einziger Artikel zu seinem gestrigen Erfolg im Berufungsverfahren gegen das schlimme Urteil. Freispruch in allen Punkten. Gestern war ein guter Tag für die Meinungsvielfalt, für die Freiheit des Wortes und für die Aufklärung über den in vielen Punkten der Ideologie des Faschismus ähnlichen Islam. Herzlichen Glückwunsch Michael Stürzenberger.

Wenn es gegen die Freiheit geht, kenne ich persönlich kein Rechts oder Links. Niemand, der oder die noch alle Gehirnzellen beisammen hat, wird leugnen, dass das erste Urteil ein politisches Urteil gewesen war. Bei allen zweifellos vorhandenen Fehlern ist es dennoch die Stärke unserer Rechtsprechung, politische oder religiöse Urteile zu vermeiden oder falls sie getroffen werden sollten (wir alle sind nur Menschen und daher anfällig für Fehler), diese auch ohne Wenn und Aber zurückzunehmen. Genau das ist nun geschehen und das macht den Unterschied unseres Rechtssystems zu beispielsweise dem der Türkei deutlich. Aber es wird in den Leitmedien verschwiegen. Vielleicht kommt ja noch etwas, man wird sehen. Kommt jedoch nichts mehr, ist dies Lügen durch absichtliches Verschweigen.

Der heutige Mittwoch wird aller Voraussicht nach ebenfalls ein solch guter Tag werden, denn wahrscheinlich wird heute Jerusalem endlich, endlich, endlich von der Leitkultur der USA als Hauptstadt Israels anerkannt und entsprechend mit einem kommenden Umzug der Botschaft gewürdigt werden. Der türkische Präsident wütet bereits dagegen, dabei hat es die Türkei gerade nötig, den Moralapostel zu spielen, hält sie doch selber seit den 1970er Jahren halb Zypern illegal besetzt. Die deutsche Linke fordert eine Teilung Jerusalems - ist denn Ost- und West-Berlin in deren Köpfen schon vergessen? Man kann auf Dauer keine Stadt teilen. Jerusalem war schon vor 3.000 Jahren die Hauptstadt des Königreichs Israel, der Begriff der Palästinenser hingegen geht auf eine politische Erfindung Arafats aus dem Jahre 1964 zurück; das mal nur zur Dimension der Forderung, Jerusalem zur Hauptstadt der Palästinenser zu erklären.

Noch herrscht die Nacht zwischen Dienstag und Mittwoch. Ich wünsche dir als Freundin und Freund Israels einen angenehmen Morgen voller Vorfreude auf diesen bevorstehenden wichtigen und großen Tag.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Israelische Araber

Vorhin gefunden bei Heplev. Das sagt eine ganze Menge aus - besonders eben auch über unsere desinformierte Sicht auf Israel.


Dies und das am Dienstag

Ui, das wird ein spannendes Wolkenwettrennen am Donnerstag. Der Wetterbericht tippt: Durchzug eines größeren Regengebiets hier vor Ort ab mittags mit Ende gegen 21 Uhr. Danach soll's den Rest der Nacht trocken bleiben. Das bedeutet für mich drei Stunden Aufenthalt im Regen. Stürmisch soll es aber zugleich werden, dadurch ist dann eine Prognose schon ein wenig schwieriger. Eine Wette unter diesen Bedingungen zwei Tage im Voraus auf eine Stunde genau zu platzieren, ist wenigstens recht unsicher, würde ich meinen. Es ist also durchaus auch eine leicht höhere Geschwindigkeit des Regengebiets möglich. Jede Minute schneller würde für mich weniger Nässe bedeuten. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, drei, zwei oder nur eine Stunde von insgesamt zwölf Stunden im Regen zu stehen bzw. auf dem Rad zu fahren. Heute bin ich ein Optimist und wette auf mein Glück: das Regengebiet wird um 18 Uhr nach spätestens einer Stunde durchgezogen sein. Toi, toi, toi für mich selber sozusagen :-)

Sonst gibt’s heute nichts Neues. Nachher mache ich mich über die letzten beiden Folgen der 1. Staffel "Tin Star" her (eine 2. Staffel ist bereits geplant und wird erst noch gedreht). Bis jetzt gehört "Tin Star" zu den besten Serien, die ich dieses Jahr gesehen habe. Ausführlicher befasse ich mich hier aber erst demnächst mit ihr.

Obwohl ich reichlich Bunkerbasis zu Hause habe, kaufe ich nach wie vor monatlich in Literflaschen hinzu, allein, um den bis heute legalen Verkauf durch "Nikotinlösung.de" (mit "ö" im Browser), der innerhalb der händlerdominierten E-Dampfszene vollkommen ignoriert wird, auch weiterhin aktiv zu fördern. Es kann kein Zuviel geben. Wie ich bereits vor Monaten geschrieben hatte, ist eine Literflasche Basis mit Nikotin beispielsweise ein hervorragendes Geschenk für andere E-Dampferinnen und E-Dampfer, bei dem sofort echte Freude beim Beschenkten aufkommt. Ein ideales Weihnachtsgeschenk. Damit möchte ich nur sagen, es gibt genügend Gründe, auch weiterhin bei "Nikotinlösung.de" einzukaufen, statt sich freiwillig und dumm-schäfchenhaft der Diktatur der unseligen Nikotin-Shots zu unterwerfen.

Montag, 4. Dezember 2017

Stäbe

Letzte Nacht habe ich wieder mit meiner uralten Handykamera gespielt. Und während ich da gemeinsam mit den Stäben der Fahrradspeichen so strahlend in Erscheinung trat, versuchte der Notdienst zu Hause vier mal vergeblich mich zu erreichen. Somit hatte meine Nichte eine schlaflose Nacht. Wie wird so etwas eigentlich in Pflegeheimen gehandhabt? Ich meine, bei dementen Leuten, dass sie nicht ständig aus dem Bett steigen und fallen. Gitter? Muss man sich mal vorstellen, dann hast du fast ein Jahrhundert lang redlich verbracht - nun gut, das "redlich" streichen wir besser gedanklich und fügen dafür "juristisch brav und unauffällig" ein - also immerhin, du warst durchweg ein gesetzestreuer Bürger und musst dennoch deinen letzten Lebensabschnitt zumindest nachts hinter Gitterstäben verbringen? Da kommt mir unwillkürlich Rilkes "Panther" in den Sinn.

Wie ist dem nur vorzubeugen? Du merkst ja nicht, wenn du dement wirst. Irgendwann bist du's einfach, und dann haste den Salat. Ich würde, wenn es mir so erginge wie Mutter und ich falle, lieber eine Nacht neben dem Bett liegen bleiben als von Gittern eingesperrt. Deswegen würde ich, und da bin ich absolut sicher, niemals einen Notruf betätigen - ja, klar, das sage ich im nicht-dementen Zustand. Kein Bett und die Matratze auf dem Boden statt in einem Gefängnis zu nächtigen. Aber ich bin erstens nicht meine Mutter und zweitens konnte ich mit der Kamera rumspielen in Freiheit hinter Stäben der Fortbewegung, während meine Nichte die schlaflose Nacht erlebte; will sagen, da ist natürlich leicht reden. Wenn das jetzt jede Nacht so weiter geht, und ich befürchte, das wird es, dann verschwindet bestimmt bei mir ganz schnell der Luxus meiner ethischen Vorstellungswelt und macht der praktischen Realität Platz.

Tja, was tun? Was ist richtig, was falsch? Und wie verhindere ich ein solches Dilemma bei mir selber? Gebrechlichkeit ist einfach nur großer Mist. Also genieße die Woche, so lange du noch kannst; jeder Tag könnte dein letzter sein. Es lohnt nicht, sich über irgendetwas im Lande oder in der Welt aufzuregen, das nähme nur die Freude am eigenen Dasein in Freiheit.