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Montag, 25. September 2017

Star Trek Discovery - Weltraumschrott

Habe soeben die ersten beiden Folgen der neuen Star Trek Serie "Discovery" gesehen. Es waren mit Sicherheit auch die letzten Folgen. So schlecht hat noch keine Serie des Star-Trek-Universums begonnen, und selbst der schlechteste Spielfilm (Star Trek V; "Am Rande des Universums") war ein Kino-Highlight dagegen. "Discovery" ist albern, kitschig, banal und dumm. Megateure aber grottige Computeranimationen, Grafik und Design auf der Ebene von Kindergarten-Puppentheater, Dialoge auf Comic-Niveau und Kameraeinstellungen und -effekte, die geradezu an den Nerven zerren. Von der ersten bis zur letzten Minute schreien beim Zuschauen gequält der Geist und alle Sinne. Als ein abgrundtief enttäuschter Trekkie gibt es hier nur eines zu sagen: ab in die Tonne.

Auflösungserscheinungen

Nun ist es so weit, meine innig geliebte Smok-Pfeife zeigt das AfD-Syndrom, sie zerfällt in ihre Einzelteile. Der Hauptanschluss ("510er-Anschluss") macht die Petry, er hat sich heute gelöst und ist nicht mehr reparabel, da das Gehäuse schon enorm zersplittert und dadurch instabil ist. Darüber hinaus reißt es immer noch selbstständig weiter (also auch, wenn die Pfeife nicht benutzt wird). Wie schon mehrfach betont: ohne jede grobe Anwendung. Ob AfD oder E-Pipe, Qualität sieht anders aus:

Montagsgerät: AfD-Pfeife - außen glänzend, innen hohl

Sonntag, 24. September 2017

Mein Wahltag

Da zum Thema Politik von mir sowieso schon alles geschrieben worden ist und weiterhin von allen anderen in der nächsten Zeit in schier endlosen Wiederholungsschleifen bis zum Erbrechen berichtet wird, findest du hier heute meinen eigenen Wahltag nur in persönlichen Stichpunkten.

Auf geht's!

- 12:00 Uhr aufstehen. Frühstück. Morgens zu essen, das mochte ich noch nie, es gibt daher leckeren Kaffee (der Rheinländer spricht von einem "lecker Tässchen Kaffee"), dazu genüssliches E-Dampfen (einerseits auch mit Kaffee und andererseits mit Cassis, was sich edler anhört als nur schwarze Johannisbeere). Die Morgenlektüre im Internet beginnt. Solltest du eine Webseite mit einem detaillierten Statistikzähler besitzen, hallo, ich bin das sonntags um diese Uhrzeit :-)

- 13:15 Uhr; nach dem Besuch in der örtlichen Hygienekammer folgt das straßentaugliche Ankleiden. Einer von drei Müllcontainern ist so freundlich und begleitet mich den Feldweg entlang bis zur Hauptstraße. Ich winke ihm zum Abschied zu, hinterlasse tröstende Worte ("keine Sorge, deine Kumpel lassen dich nicht alleine hier stehen, sie kommen gleich nach") und begebe mich auf den anschließenden Fußweg zur benachbarten Feuerwehrstation. Dort befindet sich das Wahllokal.

- 15:15 Uhr; lass Blumen Bilder sprechen.

Klick aufs Bild, damit es lesbar wird.

Warten aufs Ergebnis.

18:45 Uhr; Naja, das Ergebnis ist wie erwartet ausgefallen. Insgesamt wird wohl die Politik der CDU/CSU in den nächsten 4 Jahren ordentlich nach rechts rücken, um sich von der AfD die Themen wieder zurück zu holen. Andererseits beginnt nun ein AfD-Bashing, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Trump würde darauf neidisch blicken; das war Ironie. Wenn sich die AfD durch interne Streitigkeiten nicht selber zerlegt (was ich aber glaube), ist für die Abgeordneten und alle Unterstützer der kommende Spießrutenlauf kaum auszuhalten. Die SPD beginnt bereits jetzt am Wahlabend mit der Spaltung unserer Gesellschaft. Ihr Hauptthema wird nicht die soziale Gerechtigkeit werden (wie auch, nachdem sie diese in der Zeit ihrer Regierung zerstört hat?), sondern sie wird die ideologische Spaltung der Gesellschaft vorantreiben (Schwafel-Politik statt schwierige Sacharbeit) und mit fieser Rhetorik gegen die AfD versuchen, möglichst viele neue eigenen Stimmen zu generieren. Ohne AfD-Bashing wäre die SPD komplett themenlos und somit zukünftig nicht mehr existent.

Grüne, Linke und FDP - man wird sehen.

Bin gerade dabei, eine klasse Serie zu schauen. "The State". Sind nur 4 Teile, morgen dann mehr dazu. Jetzt erst mal TV aus, Video an und einen schönen Restsonntag wünsche ich dir. 

Samstag, 23. September 2017

Am Vorabend der Wahl

Spät, später, Tach auch :-)  Habe mir heute einen ausführlichen Blick über die Online-Medien verschafft. Wahlbeeinflussung auf allen Seiten in Text und Bild. Und überall im Mäntelchen vermeintlich seriöser Berichterstattung gehüllt - wobei dies bei Fotos, die bestimmte Personen unvorteilhaft abbilden, andere Personen wiederum seriös und "normal" erscheinen lassen, argumentativ nicht als neutraler Foto-Journalismus zu rechtfertigen ist; doch wer achtet schon bewusst darauf? So etwas soll unterbewusst seine Wirkung erzeugen. Also klassische Manipulation. Da kannste sagen, was du willst.

Egal, Medien werden von Menschen betrieben und Menschen können nicht neutral sein. Auch dass linke Trommler keinen fröhlichen rechten Marsch anstimmen und umgekehrt, ist verständlich. In allen Medien mit Ausnahme der wenigen rechten, steht die "AfD" vor einer Wand der Ablehnung, Ignoranz oder wütender Beschimpfung. Gefühlt 90 Prozent der Medien hat panische Angst vor einen Wahlerfolg der "AfD", also vor der eigenen Bevölkerung, die dies ermöglicht. Eigentlich paradox, denn es böte doch enormen Stoff für Bashig-Artikel a la Trump, die die Auflagen und Klickzahlen in ungeahnte Höhen vorantrieben. Okay, der öffentlich-rechtliche Sturm gegen die "AfD" hat noch andere Gründe, da die "AfD" sich deutlich für deren Abschaffung bzw. für einen drastischen finanziellen Rückbau ausgesprochen hat. Auch ich würde an Stelle dieser Medien genauso aus allen rhetorischen Rohren feuern. Das eigene Geld ist hier wichtiger als Ideologie. Ist aber ein alter Hut.

Wenn es also die Partei der Alternative tatsächlich schafft, sich trotz dieses medialen Gegenwindes durchzusetzen und erfolgreich ins Parlament einzuziehen, wie damals bei den Grünen, dann bewegt sich die Gesellschaft merklich (könnte ich hier nicht vielleicht ein kalauerndes Wortspiel einbringen? "... bewegt sich merklich von Merkel weg, ein sogenanntes Wegmerkeln"). Es ist ein Anfang. So etwas lässt sich nicht aufhalten, daran scheitern sogar Diktaturen. Die Bewegung gehört zum Fluss einer jeden Gesellschaft. Man mag sich noch so zufrieden irgendwo eingerichtet haben, du kannst Veränderungen nicht stoppen. Wie ein Ozeanriese, dessen träge Masse einmal in Bewegung geraten ist. Und genau am Beginn einer solchen Reise befinden wir uns heute. Hol die Taschentücher schon mal heraus, "gleich" 2021 wird unserer Bundesmutter zum Abschied tränenreich gewunken werden.

Wohin führt dann unsere eigene große Fahrt? In die Zukunft, wohin denn sonst. Ich bin froh, dass sich in unserem Land etwas zu bewegen beginnt. Die Chance, die Energie der Gesellschaft aufzunehmen, um etwas Positives daraus zu machen, hatten schließlich alle bisherigen Parteien. Sie haben sie nicht genutzt und nur für ihre eigenen Zwecke missbraucht. Es ist also Zeit, etwas Neues zu wagen. Wer Angst vor Neuem hat, kann sich selber schon mal beerdigen - aber dann bitte nicht wieder als ewige Untote auferstehen.

Freitag, 22. September 2017

Betrug bei "Milka Schokolade"?

Oh, was bin ich stinkig, habe mehrere große Milka-Tafeln Schokolade bei Edeka gekauft, so wie ich es regelmäßig mache, aber zu Hause vor dem großen Monitor, als ich ein Stückchen in den Mund nahm (natürlich verspeise ich nie eine ganze 300-Gramm-Tafel), stellte ich verdutzt fest, dass hier etwas nicht stimmen konnte: das Stück war äußerlich zwar gleich groß aber fühlte sich auf der Zunge deutlich flacher an als sonst. Dann schaute ich auf die Packung: statt 300 Gramm, 270 Gramm. Derselbe Preis, das Produkt ohne Hinweis ins selbe Regal geräumt. Das ist eine versteckte Preiserhöhung von 11 Prozent. Zu viel, finde ich, mein Lohn stieg noch nie um 11 Prozent, auch wenn meine eigenen "Rohstoff- und Produktionskosten" kaum noch zu bezahlen sind. Schlimmer aber noch ist die klammheimliche Art und Weise, die für mein Verständnis an Betrug grenzt. Äußerlich ist die neue von der alten Verpackung kaum zu unterscheiden, inhaltlich erst dann, wenn du darauf beißt. In der Konsequenz bedeutet dies für mich ab heute: nie mehr Milka Schokolade. Und nach Möglichkeit auch keine anderen Produkte mehr von "Mondelez". Es sei denn, diese Machenschaften werden zurückgenommen.

"Wichtiges" Thema heute, ich weiß. Für mich aber gerade schon, weil ab jetzt eine Lebensgewohnheit umgestellt wird. Es ist dasselbe wie bei einem Wechsel der Kaffeesorte zum Frühstück, nicht wirklich wichtig aber im Moment halt doch spürbar, denn zu bemerken, betrogen worden zu sein, ist einfach nur ärgerlich. Von einem Betrüger kaufe ich doch freiwillig nichts mehr. Wie lautet noch gleich der Lebensweisheitsspruch vom Hehler? Genau.

Also falls du heute einkaufen solltest, halte deine Augen offen und sei wachsam. Die Verbrecher sitzen in ihren weißen Westen mittlerweile nicht nur bei VW & Co., sondern auch in vielen Lebensmittel-Konzernzentralen.

Donnerstag, 21. September 2017

Film am Abend, entspannend und labend

Auf der Suche nach einem Film für den Abend fand ich in irgendwelchen Bestenlisten "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt".

Der Inhalt las sich interessant. Die Kritik hingegen bewertet den Film einhellig eher negativ, da es in der Mitte einen Break geben würde und man ab da von der Geschichte enttäuscht sei: die einen schreiben, der Film hätte komödiantisch fortfahren sollen, die anderen mokieren sich gerade über die komödiantische erste Hälfte, die der Ernsthaftigkeit am Ende ihre Glaubwürdigkeit nähme. In "Spiegel Online", dumm wie die Redakteure dort nun mal sind, schreibt Lisa Goldman (und glaubt sich wahrscheinlich selber damit witzig): "Steve Carrell findet in 'Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt' ausgerechnet mit Keira Knightley als Indie-Girlie eine Partnerin für die Katastrophe. Wer soll denn das glauben? Wir nicht!" Wenn die Kritikerin unter ihrem Namen schreibt, wen meint sie dann eigentlich laut mit "wir"?

Also erstens spielt Keira Knightley dort kein "Indie-Girlie" (was ist das überhaupt?), sondern eine unabhängige, intelligente und selbstbestimmte Frau von Ende 20. Keira Knightley bietet in dieser Rolle eine echte Kostprobe ihres schauspielerischen Könnens. Keine auf ein Grinsegesicht reduzierte Maske, sondern echte facettenreiche Mimik. Genauso wie ihr Partner Steve Carell. Beide bringen hier gleichwertig eine Leistung zustande, wie man sie selten bei einem Filmpaar erlebt. Und natürlich die alte Geschichte: Gegensätze ziehen sich magisch an.

Zweitens ist das Wesen einer Tragikomödie genau dieser Wechsel oder Zwiespalt zwischen dem Lachen und Weinen. Diese beiden Emotionen in einem Schauspiel in die perfekte Mischung zu bekommen, das schafft der Film hervorragend - man kann weder nur lachen, noch ausschließlich (mit)leiden. Tja, das Leben ist halt tatsächlich beides.

Unbestitten ist "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" kein Jahrhundertfilm (warum muss immer alles am Besten gemessen werden?), aber es ist ein wunderbarer kleiner Film, der seinem Publikum anderthalb Stunden den Alltag vergessen lässt und der auch dahingehend nachwirkt, indem er die Frage aufwirft: Was würdest du als ZuschauerIn machen, wenn der Termin für das Ende der Welt feststünde?

Zu guter Letzt ist der Soundtrack dieses Filmes herrlich. Hier kannst du das Schlusslied hören - da muss man einfach beim Abspann noch sitzen bleiben und lauschen, nicht wahr:


Mittwoch, 20. September 2017

Pfofessionelles Fotostudio "Kaffee"

Superscharf
Guck mal, ich habe dieses minikleine Tischstativ für 8 Euro gekauft. Sensationell gut! So viele Jahre baute ich für meine Fotos auf dem Schreibtisch immer kleine Dosen auf oder Stapel von Notizpapier, umgekippte E-Dampfen oder Gegenstände, die sich gerade in Reichweite befanden, um damit kleine Podeste zu errichten, damit die Kamera ihr Motiv wackelfrei erfassen konnte, dabei wäre mir mit einem solchen Stativ die ganze Mühe erspart geblieben. Zwar wusste ich, dass es Tischstative gibt, doch die meisten sind für meine Zwecke schon zu groß und mächtig; dieses hingegen mit seinen biegsamen Beinen ist geradezu ideal, um nicht zu sagen, exakt für mich und meine Zwecke gemacht. Toll! Das Wackelbild und das bei "Amazon" täuscht, denn das Stativ ist wirklich so winzig, dass es in eine gewöhnliche Zigarettenschachtel hinein passt.

Das Teil musste ich natürlich direkt mal ausprobieren. Habe wegen des Mundgefühls ein schwarzes Plastik-Drip-Tip auf das kupferfarbene gesteckt (im Sommer ist kaltes Metall angenehm, im Herbst/Winter mag ich Sensibelchen lieber Kunststoff) und schau, sieht doch gut aus, oder? Der Hintergrund ist ein Kissenbezug vom Sofa :-)

An dem Foto mit Dose stimmt übrigens alles. Überschrift: Kaffee. Farblich passt's sowieso aber auch sonst, denn in der kleinen Dose (nur 0,2 Liter) befindet sich tatsächlich Kaffeepulver, in der E-Dampfe Kaffeeliquid und der Elefant hat die Bohnen in transparenten Jutesäcken transportiert.

Wie immer, draufklicken, dann wird's erst so richtig schön und groß.

Dienstag, 19. September 2017

Chips und Film

Heute mal eine kleine Rechenaufgabe. Prozentrechnen. Wenn eine Tüte mit 175 Gramm Chips durchschnittlich 2 Euro kostet, an der Tankstelle aber eine Tüte mit 100 Gramm das Doppelte, um wie viel Prozent teurer sind dann die Aasgeier der Tanke?

Hatte letztens ab Werk einen Karton Chips sehr günstig bekommen. Das ist zwar einerseits eine feine Sache, hat aber andererseits den Riesennachteil, dass sich der Karton so schnell leert, so schnell kannst du gar nicht gucken. Es ist schon etwas anderes, wenn nur eine Tüte zu Hause steht und Edeka mit dem Fahrrad drei Kilometer entfernt liegt, denn dann überlege ich schon zweimal, ob ich sie sofort genieße oder doch lieber warte und sie am Sonntagabend, wenn die Geschäfte geschlossen sind, genüsslich verspeise. Nur ein einziges Mal hatte ich solch einen Heißhunger, dass ich tatsächlich bis zur Tanke des Nachbarorts geradelt war. Und dann dieser Hammerpreis. Nie wieder. Nicht des Geldes wegen, sondern weil ich mich bei einem solchen Kauf wirklich verarscht vorkomme. Nunja, freie Wirtschaft, ist schon in Ordnung, niemand muss ja und so weiter.

Händler oder Kaufmann wäre definitiv kein Beruf für mich. Bis ins Mark meiner Knochen widerstrebt es mir, andere Menschen übers Ohr zu hauen - überhaupt jemals einen materiellen Vorteil zu erzielen - einen Schnitt, oh, wie hasse ich dieses Wort.

So, das war nun also heute ein wenig Plauderei. Hatte am Wochenende ein paar Filme gesehen, an deren Titel ich mich jetzt nicht einmal mehr erinnere, was schon alles sagt. Einer war aber sehr gut: "Neruda"; tolle Atmosphäre, beeindruckende Kameraführung (teilweise wurden bewusst Hintergründe bei Autofahrten wie in alten Filmen auf Leinwänden gezeigt oder Pappen bewegt wie im Theater auf der Bühne), super Bilder, Farben, die die 40er und 50er Jahre auferstehen lassen, herrliche Szenen, komisch bis grotesk aber nie übertrieben, klasse Filmmusik, viel Edvard Grieg - alles gut an diesem Film, auch in meinem Hirn nachhaltig wirksam - und doch würde ich ihn kein zweites Mal anschauen wollen.

Bis morgen in diesem Theater, gehab dich wohl.