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Freitag, 22. September 2017

Betrug bei "Milka Schokolade"?

Oh, was bin ich stinkig, habe mehrere große Milka-Tafeln Schokolade bei Edeka gekauft, so wie ich es regelmäßig mache, aber zu Hause vor dem großen Monitor, als ich ein Stückchen in den Mund nahm (natürlich verspeise ich nie eine ganze 300-Gramm-Tafel), stellte ich verdutzt fest, dass hier etwas nicht stimmen konnte: das Stück war äußerlich zwar gleich groß aber fühlte sich auf der Zunge deutlich flacher an als sonst. Dann schaute ich auf die Packung: statt 300 Gramm, 270 Gramm. Derselbe Preis, das Produkt ohne Hinweis ins selbe Regal geräumt. Das ist eine versteckte Preiserhöhung von 11 Prozent. Zu viel, finde ich, mein Lohn stieg noch nie um 11 Prozent, auch wenn meine eigenen "Rohstoff- und Produktionskosten" kaum noch zu bezahlen sind. Schlimmer aber noch ist die klammheimliche Art und Weise, die für mein Verständnis an Betrug grenzt. Äußerlich ist die neue von der alten Verpackung kaum zu unterscheiden, inhaltlich erst dann, wenn du darauf beißt. In der Konsequenz bedeutet dies für mich ab heute: nie mehr Milka Schokolade. Und nach Möglichkeit auch keine anderen Produkte mehr von "Mondelez". Es sei denn, diese Machenschaften werden zurückgenommen.

"Wichtiges" Thema heute, ich weiß. Für mich aber gerade schon, weil ab jetzt eine Lebensgewohnheit umgestellt wird. Es ist dasselbe wie bei einem Wechsel der Kaffeesorte zum Frühstück, nicht wirklich wichtig aber im Moment halt doch spürbar, denn zu bemerken, betrogen worden zu sein, ist einfach nur ärgerlich. Von einem Betrüger kaufe ich doch freiwillig nichts mehr. Wie lautet noch gleich der Lebensweisheitsspruch vom Hehler? Genau.

Also falls du heute einkaufen solltest, halte deine Augen offen und sei wachsam. Die Verbrecher sitzen in ihren weißen Westen mittlerweile nicht nur bei VW & Co., sondern auch in vielen Lebensmittel-Konzernzentralen.

Donnerstag, 21. September 2017

Film am Abend, entspannend und labend

Auf der Suche nach einem Film für den Abend fand ich in irgendwelchen Bestenlisten "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt".

Der Inhalt las sich interessant. Die Kritik hingegen bewertet den Film einhellig eher negativ, da es in der Mitte einen Break geben würde und man ab da von der Geschichte enttäuscht sei: die einen schreiben, der Film hätte komödiantisch fortfahren sollen, die anderen mokieren sich gerade über die komödiantische erste Hälfte, die der Ernsthaftigkeit am Ende ihre Glaubwürdigkeit nähme. In "Spiegel Online", dumm wie die Redakteure dort nun mal sind, schreibt Lisa Goldman (und glaubt sich wahrscheinlich selber damit witzig): "Steve Carrell findet in 'Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt' ausgerechnet mit Keira Knightley als Indie-Girlie eine Partnerin für die Katastrophe. Wer soll denn das glauben? Wir nicht!" Wenn die Kritikerin unter ihrem Namen schreibt, wen meint sie dann eigentlich laut mit "wir"?

Also erstens spielt Keira Knightley dort kein "Indie-Girlie" (was ist das überhaupt?), sondern eine unabhängige, intelligente und selbstbestimmte Frau von Ende 20. Keira Knightley bietet in dieser Rolle eine echte Kostprobe ihres schauspielerischen Könnens. Keine auf ein Grinsegesicht reduzierte Maske, sondern echte facettenreiche Mimik. Genauso wie ihr Partner Steve Carell. Beide bringen hier gleichwertig eine Leistung zustande, wie man sie selten bei einem Filmpaar erlebt. Und natürlich die alte Geschichte: Gegensätze ziehen sich magisch an.

Zweitens ist das Wesen einer Tragikomödie genau dieser Wechsel oder Zwiespalt zwischen dem Lachen und Weinen. Diese beiden Emotionen in einem Schauspiel in die perfekte Mischung zu bekommen, das schafft der Film hervorragend - man kann weder nur lachen, noch ausschließlich (mit)leiden. Tja, das Leben ist halt tatsächlich beides.

Unbestitten ist "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" kein Jahrhundertfilm (warum muss immer alles am Besten gemessen werden?), aber es ist ein wunderbarer kleiner Film, der seinem Publikum anderthalb Stunden den Alltag vergessen lässt und der auch dahingehend nachwirkt, indem er die Frage aufwirft: Was würdest du als ZuschauerIn machen, wenn der Termin für das Ende der Welt feststünde?

Zu guter Letzt ist der Soundtrack dieses Filmes herrlich. Hier kannst du das Schlusslied hören - da muss man einfach beim Abspann noch sitzen bleiben und lauschen, nicht wahr:


Mittwoch, 20. September 2017

Pfofessionelles Fotostudio "Kaffee"

Superscharf
Guck mal, ich habe dieses minikleine Tischstativ für 8 Euro gekauft. Sensationell gut! So viele Jahre baute ich für meine Fotos auf dem Schreibtisch immer kleine Dosen auf oder Stapel von Notizpapier, umgekippte E-Dampfen oder Gegenstände, die sich gerade in Reichweite befanden, um damit kleine Podeste zu errichten, damit die Kamera ihr Motiv wackelfrei erfassen konnte, dabei wäre mir mit einem solchen Stativ die ganze Mühe erspart geblieben. Zwar wusste ich, dass es Tischstative gibt, doch die meisten sind für meine Zwecke schon zu groß und mächtig; dieses hingegen mit seinen biegsamen Beinen ist geradezu ideal, um nicht zu sagen, exakt für mich und meine Zwecke gemacht. Toll! Das Wackelbild und das bei "Amazon" täuscht, denn das Stativ ist wirklich so winzig, dass es in eine gewöhnliche Zigarettenschachtel hinein passt.

Das Teil musste ich natürlich direkt mal ausprobieren. Habe wegen des Mundgefühls ein schwarzes Plastik-Drip-Tip auf das kupferfarbene gesteckt (im Sommer ist kaltes Metall angenehm, im Herbst/Winter mag ich Sensibelchen lieber Kunststoff) und schau, sieht doch gut aus, oder? Der Hintergrund ist ein Kissenbezug vom Sofa :-)

An dem Foto mit Dose stimmt übrigens alles. Überschrift: Kaffee. Farblich passt's sowieso aber auch sonst, denn in der kleinen Dose (nur 0,2 Liter) befindet sich tatsächlich Kaffeepulver, in der E-Dampfe Kaffeeliquid und der Elefant hat die Bohnen in transparenten Jutesäcken transportiert.

Wie immer, draufklicken, dann wird's erst so richtig schön und groß.

Dienstag, 19. September 2017

Chips und Film

Heute mal eine kleine Rechenaufgabe. Prozentrechnen. Wenn eine Tüte mit 175 Gramm Chips durchschnittlich 2 Euro kostet, an der Tankstelle aber eine Tüte mit 100 Gramm das Doppelte, um wie viel Prozent teurer sind dann die Aasgeier der Tanke?

Hatte letztens ab Werk einen Karton Chips sehr günstig bekommen. Das ist zwar einerseits eine feine Sache, hat aber andererseits den Riesennachteil, dass sich der Karton so schnell leert, so schnell kannst du gar nicht gucken. Es ist schon etwas anderes, wenn nur eine Tüte zu Hause steht und Edeka mit dem Fahrrad drei Kilometer entfernt liegt, denn dann überlege ich schon zweimal, ob ich sie sofort genieße oder doch lieber warte und sie am Sonntagabend, wenn die Geschäfte geschlossen sind, genüsslich verspeise. Nur ein einziges Mal hatte ich solch einen Heißhunger, dass ich tatsächlich bis zur Tanke des Nachbarorts geradelt war. Und dann dieser Hammerpreis. Nie wieder. Nicht des Geldes wegen, sondern weil ich mich bei einem solchen Kauf wirklich verarscht vorkomme. Nunja, freie Wirtschaft, ist schon in Ordnung, niemand muss ja und so weiter.

Händler oder Kaufmann wäre definitiv kein Beruf für mich. Bis ins Mark meiner Knochen widerstrebt es mir, andere Menschen übers Ohr zu hauen - überhaupt jemals einen materiellen Vorteil zu erzielen - einen Schnitt, oh, wie hasse ich dieses Wort.

So, das war nun also heute ein wenig Plauderei. Hatte am Wochenende ein paar Filme gesehen, an deren Titel ich mich jetzt nicht einmal mehr erinnere, was schon alles sagt. Einer war aber sehr gut: "Neruda"; tolle Atmosphäre, beeindruckende Kameraführung (teilweise wurden bewusst Hintergründe bei Autofahrten wie in alten Filmen auf Leinwänden gezeigt oder Pappen bewegt wie im Theater auf der Bühne), super Bilder, Farben, die die 40er und 50er Jahre auferstehen lassen, herrliche Szenen, komisch bis grotesk aber nie übertrieben, klasse Filmmusik, viel Edvard Grieg - alles gut an diesem Film, auch in meinem Hirn nachhaltig wirksam - und doch würde ich ihn kein zweites Mal anschauen wollen.

Bis morgen in diesem Theater, gehab dich wohl.

Montag, 18. September 2017

Pressekonferenz der AfD

Wer gegen diese Pressekonferenz etwas einzuwenden hat, wer hier immer noch von "rechter Hetze" redet, der muss im selben Atemzug auch Altkanzler Helmut Schmidt in die rechte Ecke stellen, denn nichts anderes sagte er.

Allerdings benötigst du für deine Beurteilung auch etwas, das heutzutage scheinbar verlorengegangen ist und/oder nicht mehr von den meisten Menschen zu erwarten ist, nämlich Zeit. Eine Stunde solltest du einfach nur mal zuhören und verstehen, was da im Original gesagt wird und nicht nur das in Ausschnitten zusammengefasste manipulative Gezeter, welches dir jeweils ein paar Sekunden lang im TV serviert wird. 



Eintrag gelöscht

Boah, ich bin stocksauer, ehrlich. Blogger hat einen Fehler gemacht (nicht ich!) und meinen kompletten Eintrag für heute gelöscht. Der war viel Arbeit und lustig (mit Loriot-Video). Ausnahmsweise hatte ich nichts in einer Textdatei gesichert *heul*. Den kriege ich nie mehr zusammen, absolut nicht. Vielleicht erscheint er durch ein automatisches BackUp oder so wieder wie von Geisterhand im Account, ich meine, man kann doch hoffen?

Es ist schon komisch, irgendetwas ist technisch "im Busch", wie man so schön sagt, denn seit mehreren Tagen habe ich mit Blogger einige kleinere Probleme: mal lassen sich keine Bilder hochladen, nach einer Neuanmeldung im Account geht es dann aber wieder (das passierte die ganze letzte Woche täglich so), ein andermal erscheint nach einer Korrektur eines schon veröffentlichten Eintrages dieser im Account plötzlich als eine Kopie, wieder ein anderes mal bleibt das Textfeld eines geschriebenen Posts leer, obwohl er online bereits zu lesen ist. Und jetzt das: der Eintrag war fertig, ich klicke auf "veröffentlichen" und es erscheint der gestrige Eintrag zweimal aber der gerade fertige neue ist verschwunden. Das erkläre mir mal jemand.

Tut mir leid, ich wünsche dir trotzdem einen schönen Wochenstart - und lass dich bloß nicht löschen.

Sonntag, 17. September 2017

Wählen gehen

Gerade vorhin begann ich mich straßentauglich anzukleiden, um zur nahegelegenen Feuerwehrstation zu gehen und meine Stimme zur Bundestagswahl abzugeben - ja, genau, ich sollte besser auf den Kalender achten. Nur durch einen glücklichen Zufall fiel mir der Umstand meiner Verfrühung noch rechtzeitig auf. Mein Gott, was hätte ich vorm Wahllokal blöd aus der Wäsche geschaut, nicht wahr, und wahrscheinlich stehenden Fußes von Verschwörung und Wahlmanipulation geschimpft.

Was mir seit einigen Wochen vermehrt auffällt, ist die Sprachveränderung in den Online-Medien. Ich schaue ja nur noch alle paar Tage dort hinein, TV und Radio-News komplett nicht mehr. Bei Verbrechen, die von kultur- bzw. zivilisationsfremden Menschen begangen werden (Vergewaltigung, Messerstechereien, Terror und so weiter), wird fast nur noch in einer verharmlosenden und verschleiernden Sprache geschrieben. Es sind "Vorfälle", die von "Männern" bzw. jeweils einem "Mann" begangen werden. Das grenzt schon an geschlechtsspezifische Diskriminierung.

klick drauf = größer
Diese DPA-Meldung (links der Screenshot) habe ich wahllos aufgegriffen, da sie in wenigen Sätzen exemplarisch veranschaulicht, was ich meine. Es wird von einem "Mann" berichtet, der bei seinem Mordversuch "Bemerkungen im Zusammenhang mit Allah gemacht haben" soll. Anschließend wird von einem "Auto" geschrieben, das in eine Gruppe Soldaten fuhr und mehrere Menschen verletzte. Böse Männer und böse Autos. Es muss ziemlich anstrengend für den Journalisten oder die Journalistin gewesen sein, hier Begriffe wie "Islam", "Waffe", "Morden" oder "Zuwanderer" zu vermeiden. Lieber werden Menschen von einer "Terrorserie erschüttert", hört sich mehr nach Erdbeben an, schlimme Naturgewalten, gegen die man nichts machen kann. Für wie dumm wird die Bevölkerung unmittelbar vor der Wahl eigentlich gehalten?

Für so dumm, dass ich beinahe zwei mal wählen gegangen wäre (Eilmeldung: "Die Erde bebte! Mann stand vorm Wahllokal und schimpfte mit den Füßen vor Wut auf den Boden stampfend vor sich hin") ^^

Einen schönen Herbstsonntag wünsche ich dir derweil, bleibe in deinen vier Wänden und in deinen Wohlfühlklamotten, erhole dich von der Arbeitswoche, denn du brauchst heute nicht auf die Straße, nicht hinaus in die von Männern und Autos beseelte Welt.

Samstag, 16. September 2017

Neue Drip-Tips

Hach, wie schön! Gegen Mitternacht kam ich von der Arbeit nach Hause und erneut empfing mich, lächelnd, wie's mir schien, ein nettes Chinapäckchen. Genau darauf hatte ich gewartet, darin befanden sich nämlich die am vergangenen Sonntag schon angesprochenen 2-Euro-Produkte und zwar Drip-Tips (kleine Mundstücke für die E-Dampfen).

Nun, vorweg: die "P80" hat sich in den letzten Wochen als unbedingt alltagstauglich und sehr robust erwiesen. Darüber hinaus ist es die schönste 1-Akku-E-Dampfe, die ich je gesehen habe (ist Geschmackssache, natürlich). Ich darf gar nicht sagen, wie viele ich bereits besitze, du würdest mich für bescheuert halten. Nunja, ich leiste mir bekanntlich seit mehreren Jahren den Luxus, zwischen 9 bis 12 E-Dampfen täglich zu benutzen. Daneben gibt’s als "Schattenkopien" dann noch eine gewisse Reserve. Die "P80"-Geräte haben als Universaldampfen ihren festen Platz unter allen eingenommen und z.B. die "Picos" weitgehend abgelöst. Doch über die "P80" hatte ich mich schon ausgelassen, heute wird es also ausschließlich um ein paar schöne Drip-Tips gehen.

Fü je 1 bis 3 Euro bekommt man sie in Fernost. Hierzulande würde man pro Stück sicher 5 bis 20 Euro bezahlen. Das Drip-Tip aus Holz, für das ich im Moment noch keine Verwendung habe, kostet hier bestimmt weit über 20 Euro. Alle Driptips gab es vor Jahren in China für 50 Cent, naja, die Chinesen lernen schnell.

Es sind schlechte Fotos, ich weiß, sie sollen schließlich nur einen Eindruck vermitteln, in Echt sieht alles viel, viel schöner aus. Wie immer: klick auf die Bilder für eine größere Ansicht. Die beiden schwarzen Drip-Tips hier links sind aus Kunststoff (rechts) und Metall (Aluminium, das linke).

Der eigentliche Grund meiner China-Bestellung war aber dieses Kupfer-Drip-Tip für die kupferfarbenen P80s. Es ist der exakt identische Farbton. Ich konnte aber leider nur 3 kaufen, mehr waren vor 2 Wochen nicht auf Lager gewesen. Sie stammen alle von "Fasttech", es gibt dort kupferne und noch viele wunderschöne weitere.

Doch allein das kupferfarbene (aus Metall, ob aus Kupfer, weiß ich nicht wirklich) ist heute für mich die helle Freude. Noch dazu habe ich Montag frei, so dass ein herrlich langes und genussvolles Wochenende mit den schönen E-Dampfen ansteht - denn: das Auge genießt bekanntlich immer mit.

Apropos Auge, hier siehst du mal ein Foto der zerrissenen Smok-Pfeife, die ich mittlerweile auch auf der Baustelle benutze, denn kaputt ist kaputt, da braucht's keine Rücksicht mehr. Es sind schon (von alleine!) ganze Splitter ausgebrochen und haben regelrechte Spalten gebildet. Isolierband drumherum, nun reißt die Hülle zwar immer noch langsam weiter aber es fließt wenigstens kein Regenwasser in die Löcher. Mal schauen, wann die Pfeife endgültig ihren Geist aufgibt. Ich hätte nie gedacht, dass sie überhaupt bis heute durchhält. Jedenfalls ist sie jetzt auch mit einem der neuen Drip-Tips versehen.